Bad Honnef. Sauberkeit ist kein Luxus – sie ist das Fundament einer lebendigen Innenstadt. Wer durch eine gepflegte Innenstadt schlendert, bleibt länger, gibt mehr Geld aus und kommt wieder. Das ist kein Geheimnis, sondern ein klarer Wirtschaftsfaktor: Sauberkeit steigert die Aufenthaltsqualität, stärkt das Image der Stadt und zieht Besucher, Kunden und Investoren an.
Gerade im Wettbewerb mit dem Online-Handel wird ein einladendes Stadtbild zum entscheidenden Pluspunkt. Ein sauberes Umfeld motiviert Passanten, Geschäfte und Cafés zu besuchen – und sorgt dafür, dass sie sich rundum wohlfühlen. Gleichzeitig strahlt eine gepflegte Stadt Sicherheit aus und unterstreicht den Charme ihrer Architektur, ob historisch oder modern.
Doch in Bad Honnef hinkt die Realität diesem Ideal hinterher. Zwar wurde im vergangenen Jahr endlich eine Kehrmaschine angeschafft – doch das war längst überfällig. Initiativen wie „Stadt.Glanz“ mit dem Slogan „Jedes Müllopfer ist eines zu viel“ blieben bisher ohne sichtbaren Erfolg. Eine Dokumentation wurde noch nicht veröffentlicht.
Immerhin: Der Bauhof hat heute die Baumscheiben in der Hauptstraße gereinigt. Danke dafür. Schade nur, dass die alten Abdeckungen wieder montiert wurden – und das Problem der Vermüllung damit bald zurückkehrt. Ursprünglich sollten sie vor den Autos in den Parkbuchten das Wurzelwerk schützen. Heute befinden sich dort keine Buchten mehr, und als Schutz gibt es wirksame und schönere Alternativen.
Erfreulich: Vor dem Bistro Ludwig glänzt das Trottoir. Hier greift der Chef – wie heute – selbst zum Besen. Ein Vorbild, für das er einen Preis bekommen sollte, den es allerdings noch gar nicht gibt: „Meine Liebe. Mein Geschäft. Meine Stadt.“
Vielleicht gibt es ihn ja bald, als Anerkennung und Motivation für eine saubere Innenstadt. Die lohnt sich für alle: mehr Lebensqualität, ein positives Stadtbild und am Ende eine wirtschaftliche, lebendige City – die sich auch neue Müllbehälter leisten kann.











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