Rhein-Sieg-Kreis. Was landet tatsächlich in der Restmüll-, Bio- und Wertstofftonne? Dieser Frage geht die RSAG ab Mittwoch, 23. September, mit einer neuen Sortieranalyse nach. Bis zum 10. Oktober werden dafür in ausgewählten Gebieten des Rhein-Sieg-Kreises Abfälle gesammelt und untersucht.
Besonders beim Biomüll gibt es nach Angaben der RSAG weiterhin deutliche Fehlwürfe: Rund 40 Prozent der organischen Abfälle landen demnach im Restmüll. Umgekehrt finden sich unter anderem Kunststoffe in der Biotonne sowie Restmüll, Glas und andere nicht vorgesehene Abfälle in der Wertstofftonne.
Die Untersuchung soll zeigen, wie sich die Abfälle in den einzelnen Tonnen tatsächlich zusammensetzen und wo besonders viele Fehlwürfe auftreten. Die Ergebnisse sollen außerdem mit einer Sortieranalyse aus dem Jahr 2023 verglichen werden.
Tonnen werden von anderen Fahrzeugen geleert
Für die Untersuchung hat die RSAG das Witzenhausen-Institut für Abfall, Umwelt und Energie beauftragt. In ausgewählten Straßen werden während des Analysezeitraums die Abfallbehälter von Fahrzeugen des Instituts geleert. Die Mitarbeitenden können sich gegenüber den Bürgerinnen und Bürgern ausweisen.
Deshalb kann es in den betroffenen Straßen vorkommen, dass die Tonnen nicht vom gewohnten RSAG-Fahrzeug geleert werden.
Untersucht werden unter anderem der Anteil organischer Abfälle im Restmüll, Fremdstoffe in der Biotonne und die Zusammensetzung der Wertstofftonne. Die RSAG will mit der Analyse nach eigenen Angaben Erkenntnisse darüber gewinnen, wo bei Information und Aufklärung über Mülltrennung noch Handlungsbedarf besteht.
Die Sortieranalyse wird von der RSAG über ihre Social-Media-Kanäle begleitet. Nach Abschluss sollen auch die Ergebnisse veröffentlicht werden.











Ich trenne alles bis auf Plastik, das kommt in den Restmüll, damit es nicht nach Indonesien exportiert und dort einfach ins Meer gekippt wird. Angeblich werden 69% des deutschen Plastikmülls recycelt, aber der Verkauf ins Ausland zählt als vollständig recycelt. Metall sammle ich für die gelbe Tonne, weil dafür die Recycling-Quote stimmt.