Bad Honnef. Das Netzwerk Gewaltfrei fördert in diesem Jahr nach Angaben des Stadtjugendrings Bad Honnef und des Aalkönigkomitees insgesamt 13 Projekte mit einem Gesamtvolumen von knapp 30.000 Euro. Die Projekte sollen dazu beitragen, ein gewaltfreies und respektvolles Miteinander insbesondere für Kinder, Jugendliche und vulnerable Gruppen zu stärken.
Wie der Stadtjugendring mitteilt, wird die Förderung erneut durch die Unterstützung des Aalkönigkomitees ermöglicht. Das ursprünglich zur Rettung des Aalschokkers „Aranka“ gegründete Komitee habe sich inzwischen zu einem bedeutenden Förderer sozialer Projekte in Bad Honnef entwickelt. Seit dem Start des „Netzwerks Gewaltfrei“ im Jahr 2014 seien unter der Koordination des Stadtjugendrings zahlreiche Projekte realisiert worden. Insgesamt habe das Aalkönigkomitee seit seiner Gründung mehr als eine Million Euro für Projekte im Jugend- und Sozialbereich bereitgestellt.
Zu den geförderten Projekten gehört laut den Organisatoren das Bildungsangebot „Medienkompetenz für Bad Honnef – fit für die digitale Welt“. Das Projekt steht unter der Schirmherrschaft der amtierenden Aalkönigin Marie-Agnes Strack-Zimmermann und richtet sich an Schülerinnen und Schüler der Klassen vier bis sieben an Bad Honnefer Schulen. Nach Angaben des Stadtjugendrings stehen dabei Themen wie Künstliche Intelligenz, Fake News, Cybermobbing, Sexting und Datenschutz im Mittelpunkt. Durchgeführt werden die Workshops vom Stadtjugendring gemeinsam mit der Kommunikations- und Medienwissenschaftlerin Laura Solzbacher. Zudem sollen Medienscouts der weiterführenden Schulen eingebunden werden.
Die integrative Holzwerkstatt „Holzdrache“ erweitert nach eigenen Angaben ihr Angebot um zwei neue Kurse. Neben dem bereits bestehenden „Werkzeugführerschein“ sollen künftig ein „Maschinenführerschein“ für Kinder ab der fünften Klasse sowie ein „Schnitzführerschein“ für Kinder ab der dritten Klasse angeboten werden. Ziel sei es, Kindern den sicheren und kreativen Umgang mit Werkzeugen und Maschinen zu vermitteln sowie Ausdauer und Problemlösungskompetenz zu fördern.
Gefördert wird auch das Projekt „Hürden der Liebe“, eine siebenteilige Webserie, die von der Abschlussklasse der Stefan-Andres-Realschule plus in Unkel gemeinsam mit dem Verein „Bad Honnef tanzt“ produziert wurde. Nach Angaben der Projektverantwortlichen thematisiert die Serie unterschiedliche Liebesgeschichten junger Menschen und die Hindernisse, die ihnen aufgrund von Herkunft, Religion, familiären Erwartungen oder gesellschaftlichem Druck begegnen können.
Das Frauenzentrum Bad Honnef erhält Unterstützung für ein neues Angebot für alleinerziehende Frauen, die häusliche oder partnerschaftliche Gewalt erlebt haben. In mehreren Gruppentreffen sollen nach Angaben des Frauenzentrums Selbstwirksamkeit, Sicherheit und soziale Vernetzung gestärkt werden.
Ein naturpädagogisches Projekt ist an der Offenen Ganztagsschule Rhöndorf geplant. Dort soll gemeinsam mit den Kindern das Außengelände neu gestaltet werden. Vorgesehen sind unter anderem eine Benjeshecke, Insektenhotels, Vogelhäuser sowie Hoch- und Blumenbeete. Ziel sei es, Umweltbewusstsein und Nachhaltigkeit praktisch zu vermitteln.
Der Pfadfinderstamm Oberon veranstaltete im Rahmen seines Bundeslagers einen Präventionstag unter dem Motto „Meine Grenze – deine Grenze?“. Dabei wurden die Teilnehmerinnen und Teilnehmer nach Angaben der Veranstalter für das Thema Grenzverletzungen sensibilisiert, insbesondere im Hinblick auf sexualisierte Gewalt im Kontext von Fahrten und Lagern.
Das Inklusionsprojekt „Mittendrin statt nur dabei“ der Haus Hohenhonnef gGmbH soll Menschen mit Behinderung gesellschaftliche Teilhabe ermöglichen und zur Gewaltprävention beitragen. Geplant sind unter anderem tiergestützte Angebote, Ausflüge sowie eine Seminarreihe rund um den Internationalen Tag gegen Gewalt im November.
Darüber hinaus wird das Präventionsprogramm „Gewaltfrei Lernen“ an der Grundschule Rhöndorf unterstützt. Durch Trainingsangebote für Kinder sowie Fortbildungen für Lehrkräfte und Eltern soll nach Angaben des Fördervereins ein respektvoller und friedlicher Umgang miteinander gefördert werden.
Ebenfalls gefördert wird das Kunstprojekt „Lebenskünstler“ der AWO Bonn/Rhein-Sieg. Das Angebot richtet sich an Jugendliche mit psychisch erkrankten Eltern und soll ihnen kreative Ausdrucksmöglichkeiten sowie emotionale Unterstützung bieten.
Wie das Aalkönigkomitee mitteilt, werden die Projekte ausschließlich durch die Einnahmen des jährlich stattfindenden Aalkönigsfestes sowie durch Spenden und Sponsoring finanziert. Der Verein dankte allen Unterstützerinnen und Unterstützern, die die Förderung sozialer Projekte in Bad Honnef ermöglichen.










