Bad Honnef-Aegidienberg. An der Theodor-Weinz-Schule soll eine neue Mensa entstehen. Der zuständige Ausschuss soll die Verwaltung beauftragen, die weiteren Planungs- und Vergabeschritte bis einschließlich der Ausführungsplanung einzuleiten. Hintergrund ist vor allem der ab dem Schuljahr 2026/27 geltende bundesweite Rechtsanspruch auf einen Platz in der Offenen Ganztagsschule (OGS).
Die Theodor-Weinz-Schule ist die größte Grundschule in Bad Honnef. Nach Angaben der Verwaltung reichen die vorhandenen Räume für die künftige Zahl der Schülerinnen und Schüler sowie den steigenden Betreuungsbedarf nicht mehr aus. Insbesondere die bestehende Mensa und Küche seien für den zukünftigen Betrieb zu klein. Mit dem Neubau soll die Mittagsverpflegung langfristig sichergestellt und der OGS-Ausbau ermöglicht werden.
Neubau mit Erweiterungsoption
Geplant ist ein eingeschossiges Gebäude mit einer Bruttogrundfläche von rund 425 Quadratmetern. Vorgesehen sind eine Mensa, eine Küche mit Spül- und Lagerräumen, Sanitäranlagen sowie eine barrierefreie Erschließung. Bereits bei der Planung wird berücksichtigt, dass das Gebäude bei künftigem Bedarf um ein weiteres Geschoss erweitert werden kann. Die Tragkonstruktion wird entsprechend ausgelegt. Eine Aufstockung ist jedoch nicht Bestandteil des aktuellen Bauvorhabens.
Dachbegrünung und neue Aufenthaltsfläche
Der Neubau soll sich nach Angaben der Verwaltung möglichst schonend in die Hanglage des Schulgeländes einfügen. Vorgesehen ist unter anderem eine Dachbegrünung. Bestehende Bäume und Gehölze sollen weitgehend erhalten bleiben. Zwischen dem bestehenden Schulgebäude und der neuen Mensa entsteht zusätzlich ein neuer Aufenthaltsbereich für die Schülerinnen und Schüler.
Während der Bauphase wird eine Baustellenzufahrt über den Wiesenhang eingerichtet, sodass der Baustellenverkehr weitgehend vom Schulbetrieb getrennt werden kann. Die spätere Anlieferung der Mensa soll über den Schulhof erfolgen. Mögliche Nutzungskonflikte mit dem Schülerverkehr stuft die Verwaltung als gering ein.
Investition von knapp vier Millionen Euro
Für den Neubau werden Baukosten von rund 2,97 Millionen Euro veranschlagt. Hinzu kommen rund 450.000 Euro für die Gestaltung der Außenanlagen. Die Planungskosten werden auf 400.000 bis 510.000 Euro geschätzt. Damit belaufen sich die Gesamtkosten des Projekts nach derzeitiger Kalkulation auf 3,82 bis 3,93 Millionen Euro. Die geplante Bauzeit beträgt rund zwölf Monate.
Verwaltung sieht langfristige Investition
Aus Sicht der Verwaltung ist der Neubau notwendig, um den Rechtsanspruch auf einen OGS-Platz erfüllen zu können und den Schulstandort Aegidienberg langfristig zu stärken. Gleichzeitig soll die vorbereitete Erweiterungsmöglichkeit sicherstellen, dass bei künftig steigenden Schülerzahlen keine grundlegenden Umbaumaßnahmen erforderlich werden.
Bildungsausschuss – 09.07.2026 – 18:00 Uhr – Ratssaal










