Bad Honnef – Klein, quadratisch und raffiniert – aber auch klug? Mit Zuckertütchen will das Bad Honnefer Stadtmarketing den Kundinnen und Kunden der Bad Honnefer Gastronomen den Tag versüßen. Auf der Rückseite informiert ein QR-Code über das komplette Gastronomieangebot der Stadt. Auch in Zeiten von Nachhaltigkeit seien „die kleinen Tütchen alleine aus Hygienegründen, vor allem aber im Terrassengeschäft mit Wespen, Bienen und Co. nicht wegzudenken“, erklärt dazu die Stadt.
Sie will den Gastronomen kostenfrei eine gewisse Anzahl der individualisierten Zuckertüten zur Verfügung stellen und sieht für die Wirtsleute „daraus direkt zwei Vorteile: Sie sparen die Anschaffungskosten der Zuckertüten und werben damit für das vielfältige städtische Gastronomieangebot, dessen Teil sie sind“.
Aber: Sind die kleinen Tütchen mit ihrem Inhalt wirklich so nachhaltig? Immerhin sind sie Gegenstand der neuen Europäischen Verpackungsordnung und was die Gesundheit angeht: Hier ein interessanter Quarks-Beitrag.
Gastronomen aus Bad Honnef, die ebenfalls gerne süße Grüße verteilen möchten, können sich an lebensfreude@bad-honnef.de wenden.










Mir ist die Nachhaltigkeit dieser Tütchen oder der Gesundheitsaspekt völlig egal. Was mich viel mehr erschreckt ist der Eindruck, dass die Verantwortlichen der Stadt offensichtlich keine Ahnung von Marketing haben. Die Zuckertütchen sind bei der Generierung von Umsatz wahrscheinlich ebenso effektiv wie das Verteilen von Fähnchen oder Kugelschreibern bei der Gewinnung von Wählerstimmen. Diese Form der „Reklame“ ist einfach nur lächerlich. Mit Marketing hat das nichts zu tun.