Bad Honnef. Der Umweltskulpturenpark auf der Insel Grafenwerth ist um ein weiteres Werk gewachsen. Wie die Kummer-Vanotti-Stiftung mitteilt, wurde am Samstag das Kunstwerk „The Commons“ der multinationalen Künstlerin Gretta Louw feierlich eingeweiht. Es ist bereits das siebte Werk des Parks.
Die minimalistische Textskulptur mit dem Satz „WE BREATHE IN WHEN PLANTS BREATHE OUT“ (Wir atmen ein, wenn Pflanzen ausatmen) besteht aus pulverbeschichtetem Stahl und geht auf ein Projekt zurück, das 2020 in München entstand. Nach Angaben der Stiftung beschäftigt sich das Werk mit der Frage, wie Gemeinschaften entstehen und welche Bedeutung gemeinsame Räume für kulturelle Werte, ökologisches Bewusstsein und die Widerstandsfähigkeit von Gesellschaften haben.
Gretta Louw erklärte, die Skulptur verdichte „eine Botschaft über die ökologische Wechselseitigkeit zwischen Pflanzen und Menschen, die die Grundlage allen Lebens bildet“.
Bürgermeister würdigt Engagement der Stiftung
An der Einweihung nahmen nach Angaben der Stiftung zahlreiche Gäste aus Politik, Kultur und Gesellschaft teil. Bad Honnefs Bürgermeister Philipp Herzog dankte der Kummer-Vanotti-Stiftung für ihr Engagement. Das Werk bereichere den Park und greife ein aktuelles Klimaschutzthema auf. Zudem stehe die Ausstellung auf der Insel Grafenwerth allen Interessierten kostenfrei offen.
Der Umweltskulpturenpark wurde im Juni 2022 eröffnet und soll kontinuierlich erweitert werden. Ziel des Projekts ist es, die Verantwortung des Menschen für Umwelt und Klima künstlerisch zu thematisieren und zur öffentlichen Diskussion anzuregen. Zu den bisherigen Künstlerinnen und Künstlern gehören Antye Günter, Silvia Noronha, Achim Mohne, Laura Sacher, Markus Jeschaunig und Birgitta Weimer.
Fachjury wählte Werk aus
Ausgewählt wurde „The Commons“ von einer international besetzten Fachjury unter dem Vorsitz von Dr. Sebastian Baden, Direktor der Schirn Kunsthalle Frankfurt. Der Jury gehörten zudem Vertreterinnen und Vertreter aus Kunst, Wissenschaft und Umweltorganisationen an, darunter Dr. Julia Wallner (Arp Museum Bahnhof Rolandseck), Sascha Müller-Kraenner (Deutsche Umwelthilfe) sowie der frühere Bad Honnefer Bürgermeister Otto Neuhoff.
Sebastian Baden bezeichnete das Projekt laut Stiftung als „inspirierende konzeptuelle Arbeit“, deren Form und Text die Besucherinnen und Besucher auf das Zusammenspiel von Natur und Mensch aufmerksam machten.

Zur Künstlerin
Gretta Louw ist eine multinationale Künstlerin und Autorin. Ihre Arbeiten beschäftigen sich mit den Beziehungen zwischen Kultur, Natur und Technologie. Nach ihrem Studium an der University of Western Australia lebte sie unter anderem in Japan und Neuseeland, bevor sie 2007 nach Deutschland zog. Ihre Werke wurden international in Museen und Galerien gezeigt. Zudem erhielt sie mehrere Auszeichnungen und Stipendien, darunter ein Projektstipendium der Stadt München sowie ein Stipendium der Kulturstiftung des Bundes.










