Siebengebirge. „Adenauer hat hier in Bad Honnef, nicht weit von hier, im Hotel Wolkenburg (heute Wohnhaus Drachenfelsstraße 2), 1947 zusammen mit anderen klugen Leuten die Schutzgemeinschaft Deutscher Wald gegründet. Dies war die erste Bürgerbewegung für den Waldschutz insgesamt. Denn was damals passierte, war, dass ab 1945 hunderttausende Hektar Wald abgeholzt und als Kriegsschuld nach England und in die Benelux-Länder verfrachtet wurden. Um diesen Wahnsinn zu beenden, wurde 1947 die Schutzgemeinschaft gegründet, die heute noch aktiv ist.“
Es war Stephan Schütte, Vorsitzender des Verschönerungsvereins Siebengebirge (VVS), der im Rahmen der offiziellen Eröffnung des Adenauer-Rundwegs an die, wie er es ausdrückte, „Waldaffinität“ Konrad Adenauers erinnerte. Auch daran erinnerte er: Adenauer war Mitglied im VVS. Daran erinnert eine kleine Tafel am Café Profittlich.
Zur offiziellen Eröffnung des Wanderwegs waren zahlreiche Vertreter aus Politik, Tourismus und Naturschutz zusammengekommen. Zwischen der Bäckerei Profittlich und dem Ziepchen, unweit der Geschäftsstelle des Naturparks Siebengebirge, wurden die Verbindungen zwischen Adenauer und dem Siebengebirge hervorgehoben.
Bad Honnefs Bürgermeister Philipp Herzog bezeichnete den Rundweg als Bereicherung für den Tourismus in Bad Honnef. Nicht zuletzt deshalb soll in diesem Bereich künftig mit Sonja Schwalbe „Gas gegeben“ werden. Darüber hinaus soll eine dauerhafte, enge Zusammenarbeit zwischen der Stadt, dem Naturpark Siebengebirge und dem Adenauerhaus entstehen.
Auch Landrat Schuster vom Rhein-Sieg-Kreis hob die enge Zusammenarbeit hervor, die sich in diesem Projekt zwischen dem Naturpark Siebengebirge und dem Naturpark Rheinland zeige. Melanie Eckert, Archivarin des Adenauerhauses, freute sich, mit den von ihrem Haus bereitgestellten Informationen zu den insgesamt acht Wandertafeln beitragen zu können. Diese informieren Wanderer über Adenauer, seine besondere Beziehung zum Siebengebirge und seine Heimat Rhöndorf. So werden die Spuren des ersten Bundeskanzlers in dieser schönen Landschaft erlebbar.
Die rund zehn Kilometer lange Strecke führt durch Bad Honnef, mit einem Schwerpunkt auf Rhöndorf, vorbei am Adenauerhaus und an der Schaafhausenkanzel sowie am Großen und Kleinen Breiberg bis zur Löwenburg. Von dort geht es durch das Rhöndorfer Tal hinunter, vorbei am Waldfriedhof, auf dem Adenauer beerdigt wurde, und durch die Weinberge zurück ins Zentrum von Rhöndorf.
Der Weg wird als mittelschwer eingestuft. Die Wanderzeit beträgt etwa drei bis dreieinhalb Stunden. Festes Schuhwerk wird empfohlen, gerade in der Herbstzeit.
Rolf Thienen









