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Rhein-Sieg/Bonn

NGG kritisiert Umgang mit Trinkgeld -„Gastro-Obolus steht Beschäftigten zu”

Gewerkschaft warnt Gastronomen im Rhein-Sieg-Kreis vor Trinkgeld-Trickserei

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NGG Portmonnaie - NGG kritisiert Umgang mit Trinkgeld -„Gastro-Obolus steht Beschäftigten zu"
Foto: NGG

Bad Honnef/Rhein-Sieg – Das Trinkgeld gehört Kellnern und Köchen – nicht aber dem Chef: Was mit den „Extra-Euro“ passiert, mit denen sich Gäste für leckeres Essen oder guten Service bedanken, darüber entscheiden laut NGG die Beschäftigten selbst. Trotzdem ginge ein Teil der 8.720 Menschen, die im Rhein-Sieg-Kreis im Gastgewerbe arbeiten, hierbei leer aus, kritisiert die Gewerkschaft Nahrung-Genuss-Gaststätten (NGG). „Gerade in kleinen Betrieben kommt es immer wieder vor, dass der Chef die Trinkgeld-Kasse selbst verwaltet oder einen Teil vom sogenannten Tip sogar vom Personal zurückfordert“, berichtet Manja Wiesner, Geschäftsführerin der NGG Region Köln.

Wiesner stellt klar: „Das Trinkgeld ist ein steuerfreies Geschenk, mit dem der Gast einfach Danke sagt. Von der Bedienung über Küche bis zur Rezeption und Zimmerreinigung – Betriebsräte oder die Mitarbeiter regeln selbst, wie sie die Extra-Einnahmen aufteilen.“ Weil alle Beschäftigten ihren Anteil am Gasterlebnis hätten, sollten auch alle bedacht werden. Allerdings arbeiteten in der Branche viele Menschen nur befristet oder mit einem Minijob – und trauten sich aus Angst um ihren Arbeitsplatz nicht, gegen Trinkgeld-Tricksereien durch den Chef vorzugehen, so Wiesner. Sie rät: “Betroffene sollten sich daher an die Gewerkschaft wenden!”.

Anders als etwa in Italien oder in den USA gehe es beim Trinkgeld nicht darum, den fehlenden Lohn aufzubessern. Der Obolus komme „on top“ zum Einkommen dazu, könne für Köche, Kellner & Co. aber „nie einen anständigen Stundenlohn ersetzen“, so die NGG.

Wie viel Trinkgeld angemessen ist, sollten Gäste je nach Situation entscheiden. „Wer mit der Küche und dem Service zufrieden ist, darf sich mit einem Trinkgeld gerne bedanken. Mit 10 Prozent macht man nichts falsch“, so Wiesner.

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