Bad Honnef. Was für die einen ein Grund zum Feiern ist, bedeutet für andere Ärger, Unsicherheit und vor allem eingeschränkte Mobilität. Wenn Haltestellen wegfallen, Informationen fehlen und Alternativen kaum zu finden sind, wird aus dem Marktvergnügen für viele Menschen eine unnötige Belastung. Besonders betroffen sind ältere Menschen, Menschen mit Behinderungen und Familien mit Kinderwagen.
Der folgende Brief an Bürgermeister Philipp Herzog und die Verantwortlichen der Stadt Bad Honnef macht deutlich, dass bei aller Freude am Martini-Markt auch diejenigen nicht vergessen werden dürfen, für die Teilhabe am öffentlichen Leben ohnehin nicht selbstverständlich ist.
Sehr geehrter Herr Bürgermeister Herzog, sehr geehrte Damen und Herren,
vom 19.10. -26.10.26 ist die Innenstadt Bad Honnef wegen Martini gesperrt. Es fahren z.Zt. Ersatzbusse der Linien 66 und RE8. In der o.g. Zeit werden alle Haltestellen dieser Linien, bis auf die der Stadtbahn, nicht angefahren. Selbst für geübte Internetnutzer findet sich hierzu keine ordentliche Auskunft. So stehen wir, wie auch viele andere, darunter Frauen mit Kinderwagen, Alte und Behinderte, an den sonst üblichen Haltestellen und warten. Gestern und heute, am 20.10., sind diese Haltepunkte wieder von denen belagert, denen man vernünftige Auskünfte und Alternativen vorenthalten hat. Es ist unverantwortlich von allen Verantwortlichen, was hier stattfindet. Zugunsten eines Marktes wird denjenigen, die schon aufgrund von Gebrechen unter mangelnder Mobilität leiden, auch noch der Rest entzogen. Da können wir nur sagen: „Lebensfreude verbürgt“. Wer ist der Bürge?
Mit freundlichen Grüßen
Potocnik/Hoischen









