Bad Honnef/Rolandseck. Die anhaltende Trockenheit macht auch der Rheinfähre zwischen Bad Honnef und Rolandseck zu schaffen. Mit sinkendem Rheinpegel werden das An- und Ablegen an den beiden Fähranlegern zunehmend schwieriger. Nach Angaben der Stadt Bad Honnef kann der Fährbetrieb derzeit dennoch aufrechterhalten werden.
Frank Eschbach, Geschäftsführer der Honnefer Fähre, verweist dabei insbesondere auf die Erfahrung der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter. Das Anlegen sei unter den aktuellen Bedingungen „schon sehr herausfordernd“. Nur durch Umsicht und Erfahrung der Beschäftigten könne der Betrieb derzeit gewährleistet werden, so Eschbach laut Mitteilung der Stadt.
Bürgermeister Philipp Herzog informierte sich gemeinsam mit dem Landtagsabgeordneten Jonathan Grunwald vor Ort über die Situation. Dabei ging es nach Angaben der Stadt nicht nur um die aktuellen Schwierigkeiten, sondern auch um eine mögliche langfristige Anpassung der Fähranleger an häufiger auftretende Niedrigwasserstände.
Eine mögliche Lösung sieht die Stadt in einer Verlängerung der Rampen an den Fähranlegern. Diese könnten um mehrere Meter in den Rhein hinein verlängert werden. Dadurch könnte die Fähre auch bei deutlich niedrigeren Wasserständen sicherer anlegen und der Fährbetrieb länger aufrechterhalten werden.
Herzog hält eine Prüfung dieser Möglichkeit für sinnvoll. Angesichts der zunehmenden Trockenperioden müsse man sich nach Auffassung des Bürgermeisters darauf einstellen, dass vergleichbare Situationen künftig häufiger auftreten könnten. Statt bei jedem Niedrigwasser erneut improvisieren zu müssen, sollte nach Angaben der Stadt geprüft werden, ob eine dauerhafte technische Lösung möglich ist.
Die Rheinfähre hat für die Region nach Einschätzung der Stadt eine wichtige Funktion. Sie verbindet Bad Honnef mit Rolandseck und wird von Pendlerinnen und Pendlern genutzt, die unter anderem in Richtung Bonn beziehungsweise auf die andere Rheinseite und weiter in Richtung Ahrweiler unterwegs sind.
Zusätzliche Bedeutung erhält die Verbindung derzeit durch verschiedene Einschränkungen im regionalen Verkehrsnetz. Dazu zählen unter anderem zahlreiche Baustellen sowie die Sperrung der Bonner Nordbrücke. Auch vor dem Hintergrund weiterer Verkehrsprojekte und neuer Bahnhaltepunkte sei eine zuverlässige Rheinquerung von Bedeutung, so die Stadt.
Ob und wie die Fähranleger tatsächlich verändert werden können, ist allerdings noch offen. Dafür müssten zunächst die technischen und weiteren Voraussetzungen geprüft werden. Die Stadt Bad Honnef will sich nach eigenen Angaben dafür einsetzen, gemeinsam mit den beteiligten Stellen eine möglichst pragmatische Lösung zu finden.
Ziel sei es, die Fährverbindung auch bei künftig auftretenden Niedrigwasserperioden möglichst zuverlässig aufrechterhalten zu können.










