Sehr geehrte Frau Palla, sehr geehrter Herr Dr. Nagl,
auf der Seite der DB InfraGO AG lesen wir: „Barrierefreie Bahnsteige und deren Zuwegungen werden so gebaut und ausgestattet, dass alle Reisenden den Zugang zum System Bahn nutzen können“.
Eine Zielsetzung, die der Fachbeirat Inklusion der Stadt Bad Honnef ausdrücklich begrüßt. Zu unserer großen Enttäuschung müssen wir jetzt allerdings feststellen, dass diese Zusage nicht verbindlich zu sein scheint.
Die Stadt Bad Honnef und ihre Bürgerinnen und Bürger haben lange auf die Modernisierung und den barrierefreien Ausbau des Bahnhofs gewartet. Die Geduld aller schien sich gelohnt zu haben, da 2023 endlich die abgeschlossene Planung für den neuen Bahnhof vorlag. Eine Planung für einen barrierefreien Bahnhof, für den die DB InfraGO AG Ende vergangenen Jahres einen Förderbescheid vom Land NRW in Höhe von 16,5 Millionen Euro erhielt. Der Bund ist hier mit rund 15 Millionen Euro Fördergelder beteiligt. Auch die Menschen in Bad Honnef leisten ihren Anteil, denn sie müssen während der Bauarbeiten erhebliche Einschränkungen bei ihrer Mobilität bewältigen.
Und nun soll der vollständig barrierefreie Bahnhof Rhöndorf nicht mehr realisiert werden, weil plötzlich „unerwartete“ notwendige Baumaßnahmen auftauchten, die den geplanten Zeitraum für die Arbeiten zu sprengen drohen?
Wir vom Fachbeirat Inklusion fragen uns, welchen Stellenwert Reisende mit einer Mobilitätseinschränkung bei der DB wirklich haben. Zeitplan geht vor Barrierefreiheit? Das können wir in einer Stadt mit einem hohen Anteil von Menschen, die für ihre Mobilität auf einen barrierefreien Zugang zur Bahn angewiesen sind, nicht akzeptieren. Wir bitten Sie daher nachdrücklich, weiterhin im Zuge der jetzigen Bauarbeiten einen vollständig barrierefreien Bahnhof zu realisieren. Zudem bitten wir Sie um eine schriftliche Stellungnahme zum aktuellen Planungsstand und zu den konkret vorgesehenen Änderungen.
Freundliche Grüße
U. Studthoff
Fachbeirat Inklusion











Diese Forderung kann ich zu 100% unterstützen. Hier geht es nicht nur um Gelder, die nicht für erforderliche Maßnahmen eingesetzt wurden. Es geht um Menschen, die darauf angewiesen sind, die Bahnsteige ohne Hürden zu erreichen. Um Menschen mit Behinderung, ältere Menschen, Familien mit Kinderwagen u.v.m. Eigentlich dürfte sich die Frage meines Erachtens gar nicht stellen. In der heutigen Zeit muss bei einem Umbau diese Möglichkeit eines Fahrstuhls direkt eingeplant werden.
Die Fahrstühle waren ja eingeplant, jetzt fehlt das Geld! Unerträglich! Zitat: Und nun soll der vollständig barrierefreie Bahnhof Rhöndorf nicht mehr realisiert werden, weil plötzlich „unerwartete“ notwendige Baumaßnahmen auftauchten, die den geplanten Zeitraum für die Arbeiten zu sprengen drohen?
DB: Unerwartete notwendige Baumaßnahmen??? Seit wievielen Jahren wird von der DB geplant??? Hahnebüchen! Vor vielen Jahren hatte ich mit dem für die Region zuständigen Bahnhofsmanager vor Ort wegen des Bahnlärms und möglicher Schallschutzmaßnamen gesprochen und dabei auch den Bohlenübergang von Bahnsteig 2/3 zum Bahnsteig 1 angesprochen, der nach einem Unfall mit einem Rollstuhlfahrer nicht verbessert sondern einfach abgebaut wurde. Zu dieser Zeit war der Bahnhof Rhöndorf noch mit Bahnbeamten besetzt, weil der Bahnhof eine wichtige Blockstelle mit Stellwerk für den Verkehr auf der rechten Rheinseite war.