Bad Honnef. Nun gut, die Pessimisten werden sagen, das Wetter war so „La“, aber, die waren zum Glück in der absoluten Minderheit, und so, wie Miriam Brackelsberg von der Wirtschaftsförderung Bad Honnef hervorhob, „es ist ein Herbstfest, und dazu gehört das entsprechende Wetter“.
Und das war angesagt bei der offiziellen Eröffnung des 30. Martini Marktes in der Bad Honnefer Innenstadt. Und auch die Sonne schickte mehrere Solidaritätsstrahlen auf die Marktstände rund um den Marktplatz, und was blieb dem marktverantwortlichen Jürgen Kutter nur noch übrig als sich bei allen zu bedanken, die es wieder einmal ermöglichten, ein solches Event auf die Beine zu stellen. Der Dank war lang und, bei allem Respekt, sei hier darauf verzichtet, alle die einzelnen Aktiven zu benennen. Es waren das Aufbauteam (Kutter: „Wie wir das schaffen, weiß ich auch nicht immer“), dazu die super engagierte Zusammenarbeit von Verwaltung, Bad Honnef AG (auch als Sponsor), Hilfsdiensten wie z. B. Feuerwehr und Rettungsdienste, Polizei und Ordnungsamt, die permanent als Ansprechstelle für Probleme aller Art waren und bis zum Ende des Marktes sein werden.
Auch Bürgermeister Herzog zeigte sich begeistert von der Veranstaltung, die in diesem Jahr zum 30. Male stattfindet und ein tolles Signal für die Attraktivität der Stadt sendet. Weit über die Grenzen der Kommune hinaus sei der Martini Markt ein Zeichen für die Qualität des Anziehungspunktes Bad Honnef und selbst Verwandte und Freunde von Honnefer Bürgerinnen und Bürgern kämen extra zum Martini Markt nach Bad Honnef. Zu Recht, kann man nur sagen, denn die 117 Stände (130 wurden im Vorfeld angekündigt), die sich in der Innenstadt versammeln, spiegeln wieder, was eine lebendige Stadt zu leisten vermag.
Es gibt in diesem Jahr auch einige Neuerungen. So z.B. eine Verlosung, die innerhalb von drei Tagen von der Familie des Marktveranstalters Jürgen Kutter initiiert wurde, mit weit über 1000 Gewinnen lockt. Jedes Los gewinnt und kostet 5 Euro. Der Ertrag kommt einem gemeinnützigen Projekt in Bad Honnef zugute, das aufgrund der kurzfristigen Initiierung noch mit der Verwaltung abgesprochen werden muss. Aber der Anfang war vielversprechend, die Sammelbehälter füllten sich bereits kurz nach der Eröffnung mit vielen Scheinen, Euroscheinen! Das muss man erst einmal leisten, und ja. Bravo.
Die Zugänge zum Markt sind mit zertifizierten Sperrungen gesichert, so dass auch in dieser Hinsicht alles bestens gerüstet scheint.
Nun gut. Petrus hatte dann doch nicht die ganze Schönwettertruppe in Bad Honnef versammelt, denn gegen Abend wurde aus dem „La“ eher ein „LaLa“. Aber wer die Besucher des Martini Marktes kennt: „Watt soll dat schon? Mer sinn hee un fiere. Egal, ob es regnet oder nicht.“ Und wer in den nächsten Tagen noch selbst zu Hause kocht, ist selbst schuld. Es gibt kaum etwas, was es nicht gibt. Sogar, in flüssiger Auswahl, belgisches Glühbier!?!? Na ja, wenn es dann nützt, auch nur, um die Wassertropfen aus den Haaren zu schütteln. Möge es, wie gesagt, nützen, oder wie die Lateiner sagen: Prosit!









