Bad Honnef – Wie geht es mit dem seit Monaten stillstehenden Bauprojekt „Piazza Verde Prima“ weiter? Die CDU-Fraktion im Bad Honnefer Stadtrat fordert von der Verwaltung konkrete Auskünfte zum aktuellen Sachstand. In einer Anfrage für den Planungsausschuss will die Fraktion unter anderem wissen, wann tatsächlich mit den Tiefbauarbeiten begonnen werden soll und ob die Projektgesellschaft finanziell in der Lage ist, das Vorhaben vollständig umzusetzen.
Damit rückt erneut die Frage nach einem verlässlichen Zeitplan für das Areal in den Mittelpunkt. Das Onlineportal Honnef heute hatte in den vergangenen zwei Monaten bereits zweimal zum Sachstand angefragt, nach der bislang letzten Berichterstattung im Juni jedoch keine Antwort mehr erhalten.
Damals hatte die SOIF Consulting GmbH & Co. KG als Projektentwickler mehrere Gründe für den Stillstand genannt. Eine Teilbaugenehmigung für die Baugrube lag demnach vor, die eigentliche Baugenehmigung für das Gebäude jedoch weiterhin nicht. Planänderungen im Vorjahr hätten eine Überarbeitung der Tiefbaustatik erforderlich gemacht. Nachverhandlungen mit dem Tiefbauunternehmen seien inzwischen abgeschlossen, der entsprechende Auftrag abrufbereit.
Offen waren nach damaliger Auskunft außerdem Nachbarschaftsvereinbarungen mit angrenzenden Eigentümern. Der Projektentwickler hatte im Juni gehofft, diese „innerhalb der nächsten Wochen“ abschließen und anschließend mit den Arbeiten beginnen zu können.
Die CDU verweist nun auf die wiederholte Nichteinhaltung angekündigter Meilensteine und fordert nachvollziehbare Erläuterungen für die Verzögerungen. Außerdem möchte die Fraktion wissen, welche vertraglichen Möglichkeiten die Stadt hat, auf den Stillstand zu reagieren. Konkret geht es unter anderem um mögliche Sanktionen oder andere Rechtsfolgen aus dem Durchführungsvertrag und darum, ob die Stadt entsprechende Rechte bereits geltend gemacht oder angekündigt hat.
Nach Angaben der CDU sah das Eckpunktepapier zum Durchführungsvertrag grundsätzlich Sanktionsmöglichkeiten bei Verzögerungen vor.
Die Fraktion begründet ihre Anfrage mit den Auswirkungen des lang andauernden Stillstands auf den zentralen Innenstadtstandort. Zugleich stellt sie die Frage, ob selbst bei einem kurzfristigen Baubeginn eine zügige Fertigstellung gewährleistet wäre. Auch die wirtschaftlichen Voraussetzungen für die vollständige Umsetzung des Projekts sollen geklärt werden.
Die CDU betont, dass es sich zwar um ein privatwirtschaftliches Projekt handelt, dessen Umsetzung aber im Rahmen eines Durchführungsvertrages mit der Stadt geregelt wurde. Deshalb bestehe ein öffentliches Interesse daran, welche Handlungsmöglichkeiten der Stadt zur Verfügung stehen und ob diese genutzt werden.
Am 8.10.2025 fand der symbolische 1. Spatenstisch statt, obwohl offensichtlich noch viele Fragen offen standen.










wenn in Deutschland Behörden im Spiel sind, laufen die Uhren einfach anders.
…und leider gehen die Uhren viel zu langsam…
Das Gebäude des ehemaligen Schreibwarenladens Retz wurde (laut KI) bereits am 18.11.2024 abgerissen, relativ zeitgleich auch weitere Gebäude, damit dort die Piazza Verde entstehen kann.
Anschließend passierte gefühlt lange nichts, und auch der erwähnte Spatenstich im Oktober 2025 hat meines Erachtens nicht wirklich etwas an der Brache verändert oder irgendeinen tatsächlichen Baubeginn eingeläutet. Man fragt sich auch, warum Verhandlungen oder Beschlüsse mit den Eigentümern der Nachbargrundstücke nicht vorher bereits abgeschlossen worden. Man kann das Pferd auch von hinten aufzäumen. In der Zwischenzeit wird die Fußgängerzone immer mehr vom Trauerspiel für Bürger und vor allem die Geschäftsinhaber. Durch die insgesamt tatsächlich insgesamt jahrelangen Bauverzögerungen(selbst der vorangegangene Abriss wurde ja immer wieder verschoben) werden nun auch die Baukosten wahrscheinlich in unkalkulierbare Höhen schnellen, so dass sich die Frage auftut ob das überhaupt am Ende noch finanziert werden kann. Denn jeder weitere Tag Verzögerung kostet viel Geld.
Gut, – wenn auch spät, dass jetzt hier wenigstens nachgehakt wird!
Die Langsamkeit und Trägheit unserer staatlichen Verwaltungen und der nicht mehr beherrschbare Dschungel von Gesetzen, Verordnungen und Verwaltungsverfahren lähmt nicht nur Bad Honnef sondern unser ganzes, schönes Land… und kostet nicht nur Vertrauen in den Staat, sondern verhindert/ behindert Milliarden an Investitionen und schwächt Wirtschaftskraft und Wettbewerbsfǎhigkeit,Lähmende Verfahren verschwenden täglich unsere Lebenszeit, während Populisten und Schaumschläger extremer Parteien vom wachsenden Frust der Bürger profitieren. Quo vadis , geliebtes Deutschland und wann können wir wieder stolz auf “Made in Germany”sein?
„Auch die wirtschaftlichen Voraussetzungen für die vollständige Umsetzung des Projekts sollen geklärt werden“: Ich denke, dass das vor dem Hintergrund der bisherigen Entwicklung eine sehr zentrale Frage ist. Wenn ich an der Fläche vorbeigehe oder -fahre sage ich mir immer: Besser noch eine Weile Brache als irgendwann eine Bauruine.