Bad Honnef. Ein landesweites Modellprojekt zur kulturellen Bildung hat in Bad Honnef seinen Anfang genommen – und findet dort nun auch seinen Abschluss. Nach einem Jahr als erste Pilotregion von „Tandem Tanz und Schule NRW“ werden am Freitag, 10. Juli, die Ergebnisse der gemeinsamen Arbeit von Schulen und professionellen Tanzschaffenden im Kurhaus vorgestellt. Gleichzeitig richtet sich der Blick bereits nach vorn: Die in Bad Honnef gesammelten Erfahrungen sollen künftig in weiteren Regionen Nordrhein-Westfalens genutzt werden.
Das Fortbildungsprogramm bringt Lehrkräfte, pädagogische Fachkräfte und professionelle Tanzkünstlerinnen und Tanzkünstler zusammen. Gemeinsam entwickeln sie Projekte, die Tanz als kreatives und pädagogisches Element stärker in den Schulalltag integrieren. Träger des Programms ist Aktion Tanz – Bundesverband Tanz in Bildung und Gesellschaft e. V.. Gefördert wird es vom Ministerium für Kultur und Wissenschaft des Landes Nordrhein-Westfalen sowie der Kulturstiftung der Länder.
Im vergangenen Schuljahr arbeiteten zwölf solcher Tandems an Schulen im gesamten Rhein-Sieg-Kreis. Rund 600 Kinder und Jugendliche unterschiedlicher Altersstufen nahmen an den Projekten teil und konnten Tanz aus ganz verschiedenen künstlerischen Perspektiven erleben.
Für den Verein Bad Honnef tanzt war die Pilotphase von besonderer Bedeutung. Erstmals wurde die Stadt zum Ausgangspunkt eines landesweiten Modellvorhabens. Projektleiterin Anna-Lu Masch hebt hervor, dass Künstlerinnen und Künstler aus verschiedenen Regionen Nordrhein-Westfalens regelmäßig nach Bad Honnef gekommen seien. Gemeinsam mit Lehrkräften hätten sie individuelle Tanzprojekte entwickelt und den Schülerinnen und Schülern Einblicke in unterschiedliche choreografische Handschriften ermöglicht.
Der Abschlusstag beginnt bereits um 13 Uhr mit dem öffentlichen Fachforum „Let’s Talk“ im Foyer des Kurhauses. Im Mittelpunkt stehen aktuelle Fragen zur kulturellen Bildung: Welche Rolle kann Tanz künftig im Unterricht und im Ganztag spielen? Wie gelingt eine erfolgreiche Zusammenarbeit zwischen Schulen und Kulturschaffenden? Und welche politischen und organisatorischen Voraussetzungen sind notwendig, damit solche Projekte langfristig Bestand haben?
Die Diskussion wird im Fishbowl-Format geführt und bringt Vertreterinnen und Vertreter aus Politik, Verwaltung, Wissenschaft, Schulen sowie der freien Tanzszene miteinander ins Gespräch. Moderiert wird die Veranstaltung von Linda Müller vom Landesverband der Musikschulen NRW, Anna-Lu Masch und dem Schüler Shae.
Am Nachmittag folgen zwei Aufführungsblöcke um 16 und 18 Uhr. Schülerinnen und Schüler aus Bad Honnef, Bonn, Sankt Augustin und Alfter präsentieren dabei die Ergebnisse ihrer Arbeit. Mitwirkende sind das Siebengebirgsgymnasium Bad Honnef, die Löwenburgschule, die Theodor-Weinz-Schule Aegidienberg, die St.-Martinus-Grundschule Selhof, das Schloss Hagerhof, die Gutenbergschule Sankt Augustin, das St.-Adelheid-Gymnasium Bonn, die GGS Alfter-Witterschlick sowie die Petersberg-Gesamtschule. Ergänzt wird das Programm durch eine Filminstallation des Grundschulverbunds Marienschule/Nordschule Bonn.
Zum Abschluss der Veranstaltung erhalten die Teilnehmerinnen und Teilnehmer der ersten Fortbildungsrunde ihre Zertifikate.
Mit dem Ende der Pilotphase verabschiedet sich das Projekt zwar aus Bad Honnef, seine Entwicklung geht jedoch weiter. Die hier gewonnenen Erfahrungen bilden die Grundlage dafür, das Konzept künftig in weiteren Regionen Nordrhein-Westfalens umzusetzen.
Die Abschlussveranstaltung findet am Freitag, 10. Juli, im Kurhaus Bad Honnef (Hauptstraße 28A) statt. Das Fachforum beginnt um 13 Uhr, die Aufführungen um 16 und 18 Uhr. Der Eintritt ist frei.










