Bonn/Rhein-Sieg-Kreis. Der Rauch eines gewaltigen Waldbrandes im Hohen Venn zieht derzeit bis nach Bonn und in den Rhein-Sieg-Kreis. Seit dem Mittag gilt eine behördliche Warnung. Die Bevölkerung wird vorsorglich aufgefordert, Fenster und Türen geschlossen zu halten. Klima- und Lüftungsanlagen sollten abgeschaltet werden.
Eine konkrete Gefahr für die Bevölkerung besteht nach Angaben der Feuerwehr derzeit nicht. Der deutliche Rauchgeruch ist jedoch vielerorts wahrnehmbar.

Größter Waldbrand in Belgiens Geschichte
Das Ausmaß des Feuers ist enorm: Rund 3.000 Hektar Fläche sind inzwischen betroffen. Der Brand gilt damit als der größte Waldbrand in der Geschichte Belgiens. Das Feuer ist zehnmal so groß wie im Hürtgenwald, wo 300 Hektar brannten.
Das Feuer hat sich zeitweise bis auf wenige hundert Meter an die deutsche Grenze herangearbeitet. Auch auf deutscher Seite waren vorsorglich Menschen aus besonders gefährdeten Bereichen evakuiert worden.
Der Rauch wird durch die Wetterlage weit über das eigentliche Brandgebiet hinausgetragen. Auch im Siebengebirge, Rhein-Sieg-Kreis und Bonn ist deshalb inzwischen der typische Brandgeruch wahrnehmbar. Eine Gesundheitsgefahr besteht nach derzeitigem Stand nicht.
Der Waldbrand im Hürtgenwald ist inzwischen unter Kontrolle, nachdem dort über Tage hinweg Hunderte Einsatzkräfte gegen die Flammen gekämpft hatten, auch aus Bad Honnef.
Für die Menschen in Bonn und im Rhein-Sieg-Kreis bedeutet die aktuelle Rauchentwicklung vor allem: Fenster und Türen geschlossen halten, Lüftungs- und Klimaanlagen möglichst nicht betreiben – und ansonsten Ruhe bewahren.












