Siebengebirge

Rechtzeitige Katzenkastration hilft Tierleid zu vermeiden

Hier konnten wir nur noch amputieren - Rechtzeitige Katzenkastration hilft Tierleid zu vermeiden

Siebengebirge – Der ausgesprochen milde Winter lässt die Jungkatzen bereits jetzt schon rollig werden. An dieser Stelle kommt der dringende Appell an alle Katzenhalter, jede Katze und jeden Kater bis zum 6. Lebensmonat kastrieren zu lassen. Hinweis: Je nach Entwicklungs- und Gesundheitszustand auch früher oder ein wenig später. Es ist wichtig, dass die Tiere bis zur Kastration keinen Freigang bekommen und innerhalb einer Tiergruppe nach Geschlechtern getrennt werden.

Die bestehende Katzenschutzverordnung im Rhein-Sieg-Kreis, für deren Inkrafttreten auch der Tierschutz Siebengebirge jahrelang gekämpft hat, schreibt die Kastrationspflicht bei Katzen vor.

Im Jahr 2019 hat der Tierschutz Siebengebirge 323 Katzen betreut. Hinzu kommen noch ca. weitere 50 Katzen, denen er in Kooperation mit den umliegenden Vereinen und Tierheimen geholfen hat. Der Großteil der Tiere war herrenlos, verwildert oder ausgesetzt und weder kastriert, noch geimpft oder gar gechippt. Einige der Tiere, meist alte, schwache und kranke, konnten nur noch euthanasiert werden.

Der Tierschutz Siebengebirge bietet seit zwei Jahren an, Katzen von Haltern, die sich eine Kastration und OP-Nachsorge finanziell nicht leisten können, zu unterstützen. Der Verein übernimmt die komplette Übernahme der Tierarztkosten, ganz gleich wie alt die Katze ist, die kastriert werden soll! Denn nur durch gezielte und rechtzeitige Kastration vor Geschlechtsreife kann die jährliche Flut an Katzenwelpen minimiert werden.

Gleiches gilt für die verwilderten, herrenlosen Hauskatzen, die oftmals ein erbärmliches Dasein fristen und zweimal im Jahr Junge werfen. Ihre Zukunftsaussichten sind schlecht, denn eine ungeimpfte und nicht kastrierte Katze (auch ein Kater) erkrankt irgendwann wahrscheinlich an Katzenschnupfen, Katzenseuche, Leukämie, FIP, etc. Dazu kommt noch der Befall von Zecken, Flöhen, Räude- und Ohrmilben.

Sie haben Fragen oder eine augenscheinlich herrenlose Katze gefunden? Hilfe bekommt man beim Tierschutz Siebengebirge: Jessica Stoll (Telefon: 02224 9890307), Patricia Klumski (Telefon: 0177 3311399) und Ulrike Peters (Telefon: 02662 /969 7624 (AB).

Vorheriger BeitragNächster Beitrag