Sagen, worum es wirklich geht

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Geht die Parkgebührenordnung durch, dann hat Bad Honnef eines nicht erreicht: Fortschritt! Das Bewirtschaftungskonzept macht weder umweltpolitisch, verkehrspolitisch noch aus Bürgersicht Sinn. Im Gegenteil. Höhere Fluktuation bedeutet mehr verkehrliche Aktivität. Umweltbelastung und Unfallgefahr nehmen zu.

Die Vertreibung der Anlieger und Beschäftigten mit ihren Autos aus ihrem Veedel in die Zone B ist nicht nur bürgerfeindlich, sondern gefährlich. Mehr Bürgerinnen und Bürger müssen sich erheblich weniger Parkraum teilen und sie müssen ihn suchen. Das wird so manche Freundlichkeit vergessen lassen und hat mit Parkraumbewirtschaftung nun gar nichts zu tun. Die soll nämlich gerade dafür sorgen, dass Anlieger überhaupt noch einen Parkplatz in ihrer Straße finden.

Ein zukunftsweisendes Verkehrskonzept drückt sich in der neuen Parkregelung wahrlich nicht aus. So wird auch das Chaos in der Hauptstraße (in der permanent auch noch die Bäume absterben), bleiben.

Alles soll den Hintergrund haben, dass die Geschäfte in der Innenstadt mehr Kundenzulauf erfahren. Darüber lachen selbst viele Unternehmer und fordern stattdessen schon lange ein Parkhaus.

Es gibt weder ein bürgerfreundliches noch ein sachliches Argument für die Umsetzung des verabschiedeten Parkraumbewirtschaftungskonzepts. Es geht nur um den schnellen EUR für die Stadtkasse. Das wird aber von den Entscheidungsträgern nicht offen gesagt. Sollten sie aber tun. Spätestens am Donnerstag vor der Abstimmung.