Bad Honnef. Für rund 240 Kinder in Bad Honnef hat mit dem Ende der Sommerferien ein neuer Abschnitt begonnen: Sie sind erstmals auf dem täglichen Weg zur Schule. Gerade für die Schulanfänger bedeutet das auch, sich im Straßenverkehr zurechtzufinden. Die Stadt Bad Honnef nimmt den Schulstart deshalb zum Anlass, Autofahrer zu besonderer Vorsicht aufzurufen.
Banner vor den Grundschulen sollen zum Schuljahresbeginn daran erinnern, dass insbesondere die jüngsten Verkehrsteilnehmer besondere Aufmerksamkeit benötigen. Kinder könnten Situationen im Straßenverkehr noch nicht so sicher einschätzen wie Erwachsene.
Auch der Schulweg selbst sollte gemeinsam mit den Kindern möglichst sicher vorbereitet werden. Dabei empfiehlt die Stadt, ausreichend Zeit einzuplanen und nicht unbedingt die kürzeste Strecke zu wählen. Ein kleiner Umweg über eine Ampel oder einen Zebrastreifen könne sich lohnen.
Bei Dunkelheit, Regen oder anderen schlechten Sichtverhältnissen sollten Kinder möglichst helle Kleidung tragen. Sicherheitswesten und Reflektoren an Kleidung oder Schulranzen können zusätzlich dafür sorgen, dass sie von Autofahrern rechtzeitig wahrgenommen werden.
„Elterntaxis“ sorgen für zusätzliche Gefahren
Ein besonderes Augenmerk richtet die Stadt auf die morgendliche Verkehrssituation vor den Schulen. Die sogenannten „Elterntaxis“ würden häufig genau dort für zusätzliche Gefahren sorgen, wo Kinder besonders geschützt werden sollen. An- und abfahrende Fahrzeuge sowie kurzfristiges Halten könnten die Übersichtlichkeit beeinträchtigen.
Die Stadt empfiehlt deshalb, Kinder möglichst zu Fuß zur Schule gehen zu lassen. Das habe mehrere Vorteile: Bewegung an der frischen Luft sei gesund, gleichzeitig lernten die Kinder, sich selbstständig im Straßenverkehr zu bewegen. Ein gemeinsamer Schulweg mit anderen Kindern könne zudem soziale Kontakte und das Sozialverhalten fördern.
Marius Bauer, Mobilitätsmanager der Stadt Bad Honnef, verweist in diesem Zusammenhang auf die NRW-weite Aktion „Zu Fuß zur Schule – frische Luft statt Elterntaxi“ der Landesverkehrswacht.
Auch Bürgermeister Philipp Herzog richtet zum Schulstart einen Appell an die Verkehrsteilnehmer. Gerade in den ersten Tagen nach den Ferien sei besondere Rücksichtnahme gefragt. Eltern sollten, wenn möglich, auf das Auto verzichten und damit dazu beitragen, gefährliche Situationen vor den Schulen gar nicht erst entstehen zu lassen.











