Bad Honnef. Wer besitzt die Flächen im geplanten Entwicklungsgebiet Selhof-Süd? Gibt es bereits verkaufsbereite Eigentümer? Und befinden sich darunter möglicherweise auch kommunale Mandatsträger? Auf diese Fragen von Honnef heute gibt die Stadt Bad Honnef derzeit keine konkreten Antworten.
Stattdessen verweist die Verwaltung darauf, dass sich das Verfahren noch in einem frühen Stadium befinde. Der Rat habe 2024 zunächst vorbereitende Untersuchungen beschlossen. Diese würden derzeit von NRW.URBAN für ein rund 28 Hektar großes Untersuchungsgebiet durchgeführt.
Nach Angaben der Stadt werden dabei unter anderem Bodenverhältnisse, Grundstückswerte, Eigentumsstrukturen und Erschließungsmöglichkeiten untersucht. Das heutige Untersuchungsgebiet sei allerdings nicht mit einem späteren Entwicklungsgebiet gleichzusetzen. Es umfasse zunächst sämtliche Flächen, die grundsätzlich für eine städtebauliche Entwicklung infrage kommen könnten.
Erst nach Abschluss dieser Untersuchungen und einem weiteren politischen Beschluss könne entschieden werden, ob und in welchem Umfang ein städtebaulicher Entwicklungsbereich ausgewiesen werde.
Keine Angaben zu Eigentümern
Honnef heute hatte die Stadt unter anderem gefragt,
- wie viele Grundstückseigentümer innerhalb des Plangebiets betroffen sind,
- wie sich die Eigentumsverhältnisse zwischen Privatpersonen, Unternehmen und öffentlicher Hand verteilen,
- welche Flächen sich bereits im Eigentum der Stadt oder kommunaler Gesellschaften befinden,
- ob politische Mandatsträger Grundstücke im Gebiet besitzen,
- ob bereits Gespräche über Grundstücksankäufe oder Umlegungsverfahren geführt wurden und
- ob Erkenntnisse über die Verkaufs- oder Entwicklungsbereitschaft der Eigentümer vorliegen.
Auf keine dieser Fragen geht die Verwaltung in ihrer Antwort inhaltlich ein. Stattdessen verweist sie darauf, dass die Ergebnisse der vorbereitenden Untersuchungen derzeit noch nicht vorlägen.
Bericht nach der Sommerpause angekündigt
Die Stadt betont, Ziel des Verfahrens sei es, die unterschiedlichen Interessen transparent abzuwägen und eine fundierte Grundlage für politische Entscheidungen zu schaffen. Dabei würden sowohl der Bedarf an Wohnraum als auch Belange des Klima- und Freiraumschutzes berücksichtigt.
Nach Angaben der Verwaltung ist vorgesehen, den Planungsausschuss nach der Sommerpause über die bisherigen Erkenntnisse der vorbereitenden Untersuchungen zu informieren.











