Bad Honnef-Rhöndorf – Die Senioren-Union Bad Honnef fordert, den geplanten barrierefreien Ausbau des Bahnhofs Rhöndorf trotz der jüngsten Absage der Deutschen Bahn weiterzuverfolgen. Bahn und NRW-Verkehrsministerium müssten an ihren bisherigen Zusagen festhalten, heißt es in einer Mitteilung der Senioren-Union.
Die Deutsche Bahn hatte mitgeteilt, dass ein behindertengerechter Umbau des Bahnhofs derzeit nicht möglich sei. Für die SU kommt diese Entscheidung überraschend, nachdem der barrierefreie Ausbau seit Jahren angekündigt worden sei und im Zusammenhang mit der Generalsanierung der Rheinstrecke umgesetzt werden sollte.
„Der Verzicht auf den behindertengerechten Ausbau bedeutet einen Schlag für alle Menschen in Rhöndorf mit eingeschränkter Mobilität“, wird die Vorsitzende Susanne Langguth in der Mitteilung zitiert. Betroffen seien insbesondere ältere Menschen, aber auch Schülerinnen und Schüler des Berufskollegs in Rhöndorf.
Die Senioren-Union verweist zudem auf die Bedeutung des Bahnhofs als Verkehrsknotenpunkt. Stadtbahn, Bus und Deutsche Bahn liegen dort nur wenige Meter auseinander.
Schreiben an Bahn und Landesregierung
Die Senioren-Union will die Angelegenheit nach eigenen Angaben nicht auf sich beruhen lassen. Der Vorstand beschloss, sich unter anderem an den Vorstand von InfraGo, NRW-Verkehrsminister Krischer und die Landesbeauftragte NRW für Menschen mit Behinderung zu wenden und um Unterstützung für den barrierefreien Ausbau zu bitten.
Auch an frühere Zusagen erinnert die SU. Bei seinem Besuch in Bad Honnef im Dezember 2025 habe Verkehrsminister Krischer den barrierefreien Ausbau mit der symbolischen Übergabe eines Schecks unterstützt.
Kritisch sieht die Senioren-Union insbesondere die Begründung für die aktuelle Kehrtwende. Bei einem Großprojekt wie der Generalsanierung der rechten Rheinstrecke müsse aus ihrer Sicht die Planung umfassend vorbereitet sein. Es sei deshalb nicht nachvollziehbar, dass eine weitergehende Oberleitungsplanung offenbar erst während der Bauphase begonnen worden sei und nun dazu führe, dass der barrierefreie Ausbau im vorgesehenen Zeitraum nicht möglich sein soll.









