SPD-Landtagskandidatin hält Erzieher:innenberuf für „berufliche Carearbeit“

Dr. Charlotte Echterhoff fordert mehr Personal, bezahlte Ausbildung und eine Verbesserung des Betreuungsschlüssels

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Charlotte Echterhoff - Foto: Susie Knoll

Rhein-Sieg-Kreis – Zahlreiche Erzieherinnen und Erzieher streiken am heutigen Weltfrauentag für bessere Arbeitsbedingungen. Am schlechten Zustand der frühkindlichen Bildung sei nicht nur Corona Schuld, erklärt die SPD-Landtagskandidatin Charlotte Echterhoff, sondern auch der Personalmangel: „Es gibt nicht genug Erzieherinnen und Erzieher.“

Das habe seinen Grund, denn der Beruf der Erzieherin sei nicht attraktiv, es handele sich um einen klassischen Fall für berufliche Carearbeit. Die Pädagog:innen trügen viel Verantwortung, ertrügen hohen Stress und bekämen dafür nur eine geringe Bezahlung. Echterhoff: „In vielen Kommunen laufen die entsprechenden Stellenausschreibungen dauerhaft, aber keiner bewirbt sich.“

Laut Echterhoff könnte der Mangel an Fachkräften gemindert werden, wenn die Ausbildung attraktiver gemacht würde. Die SPD fordere deshalb eine sogenannte „PIA“, was für „praxisintegrierte Ausbildung“ stehe – mit einer Vergütung. Auch die Weiterentwicklungsmöglichkeiten sieht Echterhoff als möglichen Hebel, den Beruf attraktiver zu gestalten.

Weiter könne eine Verbesserung des Betreuungsschlüssel dazu führen, dass sich mehr junge Menschen für den Erzieher:innenberuf interessierten. Wenn weniger Kinder auf eine Fachkraft kämen, fiele ein bedeutender Stressfaktor weg. Vorab qualifizierte Fachkräfte könnten auch gruppenübergreifend eingesetzt werden und für Entlastung sorgen, schlägt Charlotte Echterhoff, selbst zweifache Mutter, vor.

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