Bad Honnef. Bänke prägen das Stadtbild. Für viele Menschen sind sie weit mehr als nur ein Ort zum Ausruhen: Ältere Menschen finden hier während eines Spaziergangs eine willkommene Pause, Schüler erledigen auf einer Bank manchmal noch schnell die Hausaufgaben, und nicht wenige Paare verbinden romantische Momente mit einem Platz auf einer Bank. Stadtbänke fördern soziale Kontakte – selbst ein kurzes Gespräch über den Hund kann Verbindungen schaffen, die sonst vielleicht nie entstanden wären.
Doch so wichtig Stadtmobiliar auch ist, es sorgt immer wieder für Diskussionen. Auf der Insel Grafenwerth und am Bad Honnefer Kirchplatz gehen die Meinungen zu den Betonbänken und den Jim-Knopf-Lokomotiven auseinander. Während einige Bürgerinnen und Bürger sie als unpassend oder zu massiv empfinden, sehen andere in ihnen praktische, moderne Ergänzungen des öffentlichen Raums.

Hier stellt sich die Frage: Wer entscheidet über das Stadtbild? Reicht es, wenn Stadtplaner die passende Ausstattung aus Katalogen auswählen, oder sollten die Bürgerinnen und Bürger stärker in die Entscheidung einbezogen werden? Schließlich gilt: Wer sich mit seiner Innenstadt identifiziert, wird positiv über sie sprechen – und das trägt entscheidend zur Lebensqualität in Bad Honnef und zum positiven Image bei.
Bänke und anderes Stadtmobiliar sind mehr als funktionale Gegenstände. Sie prägen das Bild einer Stadt, beeinflussen, wie Menschen sich in ihr bewegen, begegnen und wohlfühlen. Deshalb ist es sinnvoll, ihre Auswahl und Gestaltung im Dialog mit der Öffentlichkeit zu diskutieren. So können Ästhetik, Funktionalität und Identifikation in Einklang gebracht werden.
Wie stehen Sie zur Mitgestaltung der Innenstadt?











