Bad Honnef – Die Sanierung der denkmalgeschützten Stadthalle Bad Godesberg hat im Januar 2026 mit der Sicherung des Großen Saals begonnen. Dieser ist seit Ende Mai 2020 gesperrt, nachdem gravierende statische Mängel festgestellt worden waren. Ursache sind unter anderem unsachgemäße Bohrungen aus den 1990er Jahren, durch die Teile der Tragkonstruktion ihre Stabilität verloren.
Zur Sicherung der beschädigten Bauteile kommt derzeit ein Autokran zum Einsatz. Von der Bühne aus werden schrittweise Träger stabilisiert, sodass der Saal wieder betreten und das Gebäudeensemble weiter untersucht und saniert werden kann. Die Sicherungsarbeiten sollen bis zum Frühjahr 2026 abgeschlossen sein.
Die Stadthalle liegt im denkmalgeschützten Kurpark von Bad Godesberg und steht selbst unter Denkmalschutz. Entsprechend erfolgt die Modernisierung in enger Abstimmung mit der Denkmalpflege. Das eigentliche Sanierungsprojekt befindet sich aktuell in der Vorplanung. Eine politische Entscheidung über die nächsten Schritte ist für das Frühjahr 2026 vorgesehen. Der Baubeginn ist ab 2028 geplant, die Fertigstellung für 2031. Rund 60 Millionen Euro sind dafür im städtischen Haushalt eingeplant.
Bereits erarbeitet wurden fünf Entwurfsvarianten für die künftige Nutzung. Als tragfähigste Lösung gilt Variante 1, die eine klare funktionale Gliederung vorsieht. Geplant sind flexible Nutzungseinheiten, ein neu organisierter Wirtschaftsbereich in einem Neubau sowie die Nutzung des Karajanflügels als Backstagebereich.
Ziel der Sanierung ist neben der statischen Ertüchtigung unter anderem eine energetische Verbesserung, Barrierefreiheit, ein neues Brandschutzkonzept sowie der Einsatz regenerativer Energien – alles unter Wahrung der denkmalgeschützten Bausubstanz.











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