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Bad Honnef. Mit einem vielfältigen Programm hat der Fachbeirat Inklusion der Stadt Bad Honnef am Samstag auf dem Platz an der katholischen Kirche zum „Tag der Begegnung“ eingeladen. Zwischen 11 und 15 Uhr konnten Besucherinnen und Besucher erleben, mit welchen Herausforderungen Menschen mit Behinderungen im Alltag konfrontiert sind – und wie wichtig mehr Barrierefreiheit in der Stadt ist.
Gemeinsam mit Vereinen, Verbänden und Initiativen bot der Aktionstag zahlreiche Mitmachangebote an. Dazu gehörten unter anderem ein Rollstuhlparcours, ein Rollatortraining sowie Übungen mit Langstock und Augenbinde, bei denen Teilnehmende den Alltag sehbehinderter Menschen nachempfinden konnten. Gespräche mit Betroffenen und Fachleuten rundeten das Programm ab.
Bürgermeister Philipp Herzog stellte sich selbst einer besonderen Erfahrung: Mit verbundenen Augen und einem Blindenstock versuchte er, den Eingang der Kirche St. Johann Baptist zu erreichen. Dabei bekam er einen unmittelbaren Eindruck davon, welche Hindernisse Menschen mit Sehbeeinträchtigungen täglich bewältigen müssen. Herzog betonte anschließend, sich weiterhin für mehr Barrierefreiheit in Bad Honnef einsetzen zu wollen.
Die Vorsitzende des Fachbeirats Inklusion, Ursula Studthoff, machte deutlich, dass in Bad Honnef weiterhin erheblicher Handlungsbedarf bestehe. Viele notwendige Maßnahmen zur Barrierefreiheit würden bislang nicht im erforderlichen Umfang umgesetzt.
Neben den Informationsständen gab es auch kulturelle Beiträge. Die Trommelgruppe „Bühnenstürmer“ sorgte für musikalische Akzente. Im Kunstraum neben dem Rathaus präsentierte der Verein zur Förderung von Kunst und Kultur in Bad Honnef e.V. die Ausstellung „Mit dem Herzen sehen“. Gezeigt wurden Arbeiten von Monika Franken, die seit vielen Jahren in der Künstlerwerkstatt „Der blaue See“ tätig ist, sowie der ukrainischen Künstlerin Anastasia Vihinska. Ihre Werke, inspiriert unter anderem von den Gedichten einer blinden Schriftstellerin, eröffnen neue Perspektiven auf Wahrnehmung und Ausdruck.
Ziel der Veranstaltung war es, Verständnis für die Lebensrealitäten von Menschen mit Beeinträchtigungen zu fördern und für eine inklusive Stadtgesellschaft zu werben.










