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Telekom Baskets vor ungewisser Zukunft

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telekom - Telekom Baskets vor ungewisser Zukunft

Die Basketball-Saison der easyCredit BBL wird im Turniermodus mit zehn Mannschaften in München fortgesetzt. Das steht mittlerweile fest. Die Bonner haben sich erfolglos neben München, Berlin und Frankfurt als Austragungsort beworben, mitwirken wollen sie beim Saison-Endspurt jedoch nicht. Daher beginnt für die Telekom Baskets nun die Planung für die neue Spielzeit. Vertragsgespräche und Verhandlungen mit potenziellen Neuzugängen gestalten sich jedoch schwierig.

Brown verlässt die Telekom Baskets

Eine Personalentscheidung hat die Vereinsführung erst kürzlich getroffen. Alec Brown, der erst im Dezember 2019 aus Russland von Nizhny Novgorod zu den Bonnern gestoßen ist, hat den Klub vorzeitig wieder verlassen. Der Vertrag mit dem Power Forward wurde zum 30. April einvernehmlich aufgelöst. Brown absolvierte lediglich acht Spiele für die Telekom Baskets in der BBL. Dabei kam er im Durchschnitt auf 10,8 Punkte, 3,0 Rebounds und 1,1 Blocks pro Partie. Damit ist klar, dass die Bonner zur kommenden Saison nach einem neuen Power Forward Ausschau halten müssen.

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Quelle: Pixabay

Zahlreiche Verträge aufgelöst

Brown war nicht der erste Spieler, dessen Vertrag in Bonn aufgelöst wurde. Bereits zuvor wurde die Zusammenarbeit mit Branden Frazier, Stephen Zimmerman, Geno Lawrence, Donald Sloan sowie Headcoach William Voigt beendet. Sie alle sind in die USA zurückgereist und werden nicht mehr nach Bonn zurückkehren.

Im Gegensatz zu den Mannschaften der Fußball-Bundesliga können die Basketballer ihre Profis nur bei laufendem Spielbetrieb und die daraus generierten Einnahmen bezahlen. Die nur wenige Kilometer entfernten Kölner sind da schon einen Schritt weiter und können die Quoten für Fußball Bundesliga wieder bestätigen. Laut Experten zählt die Mannschaft nämlich mit einer Quote von 13,0 am Ende zu den besten sechs Teams. Die Baskets müssen dafür noch bis zum Start der neuen Saison warten und bis dahin muss eine Mannschaft auf dem Parkett stehen, die auch konkurrenzfähig ist.

Fehlende Einnahmen machen Planungen schwierig

Das ist in diesem Sommer ein weit größeres Problem, als in den vergangenen Jahren. Im Gegensatz zum Fußball sind die Basketballer weit mehr auf Einnahmen durch Fans und Sponsoren angewiesen. „Zuschauer-Einnahmen machen bei  uns rund 25 Prozent des Budgets aus“, stellte Baskets-Präsident Wolfgang Wiedlich klar. Daher sei natürlich auch die Kaderplanung enorm schwierig. Zumindest bei TJ DiLeo, Joshiko Saibou und Kilian Binapfl sieht alles nach einem Verbleib aus. Das Trio ist noch bis Mitte 2021 an die Telekom Baskets gebunden. Zudem existiert bei Benjamin Lischka und Bojan Subotic eine beidseitige Option, die Zusammenarbeit um eine Saison zu verlängern. Fraglich ist hingegen, wie es mit Yorman Polas Bartolo weitergeht. Der 35-Jährige ist nur noch bis Ende Juni vertraglich an die Bonner gebunden.

Verstärkungen sind aus sportlicher Sicht zwingend notwendig. Die abgelaufene Saison war aus Sicht der Bonner mit Rang 15 doch eine große Enttäuschung. Von 20 Spielen wurden lediglich vier gewonnen. Zum Spitzenreiter aus München fehlen satte 30 Zähler. Rang acht, der noch für die Playoffs berechtigen würde, war 14 Punkte entfernt. Damit haben die Bonner erstmals seit 2015/16 die Post-Season verpasst. Im BBL-Pokal sorgten die Telekom Baskets mit dem 85:84 gegen München für eine Überraschung, mussten sich dann aber im Viertelfinale gegen Oldenburg mit 81:88 geschlagen geben. Die neue Saison kann aus Sicht der Bonner eigentlich nur besser werden. Zeit zur Planung sollte nun jedenfalls ausreichend vorhanden sein.

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