Rhöndorf. Die dunklen Wolken sahen am Freitagabend zunächst bedrohlicher aus, als sie waren. Kurz vor Beginn der „Trumpet Night“ fielen auf dem Ziepchensplatz lediglich ein paar Tropfen. Danach blieb es trocken, später zeigte sich sogar die Sonne. Das Publikum ließ sich ohnehin nicht beeindrucken: Der Ziepchensplatz war einmal mehr prall gefüllt, als Rüdiger Baldauf und seine musikalischen Gäste die Bühne übernahmen.
Baldauf hatte für die „Trumpet Night“ eine hochkarätige Besetzung zusammengestellt. Der Trompeter gehört seit vielen Jahren zu den profilierten Musikern der deutschen Szene und bewegt sich musikalisch zwischen Jazz, Funk, Pop und Soul. Bereits im vergangenen Jahr hatte er das Publikum im Rhöndorfer Musikpavillon begeistert. Am Freitag kehrte er mit seinem besonderen Konzertformat zurück.
Zu den Gästen gehörte Joo Kraus, einer der bekanntesten deutschen Trompeter und vielen Musikfreunden auch als Teil des Duos Tab Two bekannt. Für einen besonderen Rhöndorfer Moment sorgte Kraus mit einer spontanen Komposition: „Drachenfels“ entstand während des Auftritts in Rhöndorf und wurde nur an diesem Abend gespielt.
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Kraus steht derzeit zudem vor einem besonderen Jubiläum: Am 2. Oktober 2026 erscheint sein neues Album „Alchemy“ – pünktlich zu seinem 60. Geburtstag. Der Titel steht für die Kunst, aus einfachen Elementen etwas Kostbares zu schaffen. Genau diese Idee passte auch zum Freitagabend auf dem Ziepchensplatz.
Mit Lorenzo Ludemann, Bruno Müller, Jan Lammert, Thomas Heinz und Marius Goldhammer standen weitere erfahrene Musiker auf der Bühne. Gemeinsam mit Baldauf und Kraus entstand ein Konzert, das weit mehr war als eine reine Demonstration virtuoser Trompetenkunst. Groove, Improvisation und unterschiedliche musikalische Einflüsse bestimmten den Abend.
Baldauf hatte eigene Kompositionen neu arrangiert und auf die jeweiligen Gastsolisten zugeschnitten. Hinzu kamen Stücke, die die Musiker selbst mit ins Programm brachten. So wechselten kraftvolle Bläserpassagen mit groovigen Bandmomenten und spontanen musikalischen Dialogen. Die Spielfreude der Musiker sprang dabei schnell auf das Publikum über.
Bevor die Musik begann, war der Ziepchensplatz bereits zum Schauplatz eines weiteren Ereignisses geworden. Um 18 Uhr wurde die Freiluftgalerie Rhöndorf 2026 eröffnet (Bericht folgt). Danach gehörte der Platz der Musik.
Eigentlich hätte die „Trumpet Night“ den diesjährigen Konzertsommer im Musikpavillon abschließen sollen. Doch ein Konzert steht noch aus: Die 20-köpfige Schäl Sick BigBand holt am 11. September 2026 ihren ausgefallenen Auftritt nach. Das ursprünglich für Juni geplante Eröffnungskonzert musste damals abgesagt werden.











