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Bad Honnef. Die Hitze setzt den Wäldern und Feldern in der Region weiter zu. Nach den Vegetationsbränden in Swisttal und Bornheim ist am Donnerstag auch der Kreis Düren von ausgedehnten Waldbränden betroffen. Am Nachmittag bat der Kreis um Unterstützung aus anderen Teilen Nordrhein-Westfalens.
Zum Einsatz wurde unter anderem das NRW-Waldbrandmodul alarmiert. Es ist speziell für die überörtliche und auch internationale Waldbrandbekämpfung zusammengestellt worden und wird von mehreren Feuerwehren getragen.
Am Donnerstag machte sich die Einheit auf den Weg zu einem Sammelpunkt in der Gemeinde Hürtgenwald. Das Waldbrandmodul bestand bei diesem Einsatz aus zwölf Fahrzeugen und 32 Einsatzkräften der Feuerwehren aus Bonn, Königswinter, Düsseldorf und Leverkusen.
Die Einsätze zeigen, wie schnell sich die derzeitige Trockenheit zu einer ernsthaften Gefahr entwickeln kann. Auch wenn Bad Honnef bislang von größeren Vegetationsbränden verschont geblieben ist, mahnt die Freiwillige Feuerwehr zur Vorsicht.
„Die aktuelle Wetterlage sorgt für eine erhöhte Gefahr von Vegetations- und Waldbränden“, sagt Lennart Gerlach, Pressesprecher der Freiwilligen Feuerwehr Bad Honnef. Er appelliert an die Bevölkerung, besonders aufmerksam zu sein und jede mögliche Brandquelle zu vermeiden.
Dazu gehört vor allem: keine Zigaretten oder andere glühende Gegenstände achtlos wegwerfen, kein offenes Feuer in Waldnähe und Fahrzeuge nicht auf trockenem Gras abstellen. Auch bei Grillen und anderen Feuerstellen ist besondere Vorsicht geboten.
Gerlach räumt zugleich mit einem weit verbreiteten Irrtum auf. Immer wieder wird behauptet, Glasscherben oder weggeworfene Glasflaschen könnten bei Sonneneinstrahlung einen Wald- oder Vegetationsbrand auslösen.
Das sei in der Praxis kein realistisches Brandrisiko, erklärt der Feuerwehrsprecher. Eine Glasscherbe oder eine Glasflasche könne unter den natürlichen Bedingungen im Freien keinen Vegetationsbrand entzünden. Das häufig erzählte Bild vom „Brennglas-Effekt“ durch eine herumliegende Flasche sei ein Märchen.
Das bedeutet allerdings nicht, dass Glas in der Natur unproblematisch ist. Flaschen und Scherben gehören nicht in Wald und Landschaft – schon allein wegen der Verletzungsgefahr und der Umweltbelastung.
Die aktuelle Brandgefahr hat andere Ursachen: hohe Temperaturen, ausgetrocknete Böden und Vegetation sowie fehlende Niederschläge. Ein kleiner Funke oder eine achtlos weggeworfene Zigarette kann unter solchen Bedingungen genügen, um trockenes Gras oder Laub in Brand zu setzen.
Die Feuerwehr bittet deshalb darum, die Warnungen ernst zu nehmen. Denn während ein kleiner Entstehungsbrand unter günstigen Bedingungen noch schnell gelöscht werden kann, können sich Feuer in ausgetrocknetem Gras, Buschwerk oder Wald bei Wind innerhalb kürzester Zeit ausbreiten.
Wer Rauch oder ein Feuer in der freien Natur entdeckt, sollte deshalb sofort die Feuerwehr über 112 alarmieren und möglichst genau den Standort angeben.
Die Aufnahmen mit Lennart Gerlach entstanden am 12.8.2026 am Rande der Verabschiedung von Peter Profittlich aus der aktiven Feuerwehr.









