Bad Honnef. 30 Schülerinnen und Schüler des Schloss Hagerhofs haben bei den vierten Hackdays sieben technische Lösungen für Probleme aus ihrem Schulalltag entwickelt. Die Prototypen reichen vom Geräuschemesser über einen autonomen Staubsauger bis zum digitalen Abstimmungssystem für das Schulessen.
Drei Tage lang wurde geplant, programmiert, gebaut und ausprobiert. Bei den Hackdays entwickelten Schülerinnen und Schüler der Klassen 8 bis 10 eigene Ideen für konkrete Herausforderungen in der Schule.
Den Auftakt bildete die Suche nach Problemen im eigenen Schulalltag: Was funktioniert nicht optimal? Was fehlt? Und wo könnte Technik helfen? Anschließend entwickelten die Jugendlichen in Teams ihre Ideen zu Prototypen weiter. Unterstützt wurden sie dabei von Mentorinnen und Mentoren sowie den Lehrkräften Nils Christians, Marina Ivanovic und Marina Ring. Die Lösungen sollten die Jugendlichen möglichst selbst entwickeln und erproben.
Bei der Abschlusspräsentation in der Aula stellten die sieben Teams ihre Ergebnisse vor.
Sieben Ideen für den Schulalltag
Ein Team entwickelte einen „Geräuschemesser“, der erkennt, wenn es im Klassenraum über längere Zeit zu laut wird, und die Schülerinnen und Schüler auf die Lautstärke aufmerksam macht.
Der „Staubinator 2000“ soll selbstständig für saubere Böden sorgen. Das Team setzte dabei auf einen autonom arbeitenden Staubsauger.
Um Fahrräder auf dem Schulhof ging es beim „Abschließinator 3000“. Der Prototyp ist ein Fahrradschloss, das sich über eine Zahlenkombination bedienen lässt.
Die „Küchen Task-Force“ entwickelte ein digitales Abstimmungssystem für das Schulessen. Schülerinnen und Schüler sollen damit darüber abstimmen können, welche Gerichte künftig angeboten werden.
Mit dem „Klimatisierer“ beschäftigte sich ein weiteres Team mit dem Raumklima. Ein Sensor erfasst die Außentemperatur und steuert auf dieser Grundlage die Heizung im Klassenraum. Für den Prototyp fehlten am Ende nach Angaben des Teams vor allem längere Kabel.
Ein „Handytresor“ soll Smartphones während des Unterrichts sicher aufbewahren und damit Ablenkungen reduzieren.
Das Team „Girls Problems“ entwickelte schließlich eine automatisierte Ausgabe für Pflege- und Hygieneartikel.
Aus Ideen werden Prototypen
Bei den Hackdays ging es nicht darum, von Anfang an perfekte Lösungen zu bauen. Die Jugendlichen mussten ihre Ideen selbst entwickeln, ausprobieren und bei Problemen verändern. Kabel wurden neu verbunden, Programme angepasst und Bauteile verändert.
Bei der Abschlussveranstaltung ließ sich auch Schulleiter Dr. Sven Neufert die einzelnen Projekte vorführen. Begleitet wurden die Hackdays erneut von Bettina Wallor vom Regionalen Bildungsbüro des Rhein-Sieg-Kreises. Sie ist Teil des Programms „Make Your School – Eure Ideenwerkstatt“, in dessen Rahmen die Veranstaltung stattfand.
Nach drei Tagen präsentierten die Teams ihre Prototypen, erhielten ihre Zertifikate und werteten die Hackdays gemeinsam aus.










