Bad Honnef. Oskar Schindler rettete um die 1200 Jüdinnen und Juden vor dem Tod durch die Nationalsozialisten. Er wurde posthum erst durch den Film von Steven Spielberg „Schindlers Liste“ weltbekannt. Pfarrerin i. R. Annette Hirzel erzählte Oskar Schindlers Lebensgeschichte und setzte den Fokus auf die Zeit nach dem Zweiten Weltkrieg. Dazu spielten Eckart Wüster (Klavier) und Reinhold Müller (Geige) typische melancholisch-fröhliche Klezmerstücke.
Der Verein Jüdische Vergangenheit und Gegenwart in Bad Honnef (JVGH) hatte zur Veranstaltung im Kunstraum der Stadt Bad Honnef eingeladen.
Annette Hirzel verknüpfte die Ereignisse im Leben Oskars Schindlers mit der Nachkriegsgeschichte der Bundesrepublik auf der Basis ihrer eigenen intensiven Recherchen. Die Auseinandersetzung mit dem Nationalsozialismus erfolgte spät und zögerlich. Auch deshalb erhielten Oskar Schindler und seine Frau Emilie, die maßgeblich zur Rettung der Jüdinnen und Juden beigetragen hatte, späte Anerkennung. Erst viele Jahre nach Kriegsende trat Oskar Schindler auch öffentlich auf. In Yad Vashem, der Gedenkstätte an den Holocaust in Israel, wurde 1962 in seinem Beisein ein Erinnerungsbaum gepflanzt. Die geretteten Jüdinnen und Juden und ihre Nachfahren haben ihn bis heute nicht vergessen.
„Die Rezeption des Nationalsozialismus in der Bundesrepublik der Nachkriegszeit am Beispiel Oskar Schindlers war von Annette Hirzel hervorragend recherchiert und erzählt. Zusammen mit der Musik von Eckart Wüster und Reinhold Müller ein Abend, der lange nachwirken wird“, sagte Professor Rolf D. Cremer, Vorsitzender des Vereins.
Die nächste Veranstaltung des JVGH e. V. ist ein musikalischer Abend: Christian Wolf (Klarinette) und Daniel Wolf (Orgel) spielen Klezmer-Musik am Sonntag, 19.04.2026, 17:00 Uhr, in der Annakapelle, Rommersdorfer Straße 46, Bad Honnef.
Mehr Informationen zum JVGH e. V.: https://jvgh.de/
Tina Pfalz











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