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Rhein-Sieg/Bonn

Wie steht es nach diesem Sommer um die Landwirtschaft im Rhein-Sieg-Kreis?

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(v.l.n.r.) Manfred Bonn, Franziska von Kintzel, Birgit Weiler, Dr. Johannes Westarp, Theo Brauweiler, Ulrich Timmer, Björn Schmitz und Johannes Frizen. An diesem Wochenende findet übrigens die Kreistierschau statt | Foto: Rhein-Sieg-Kreis

Rhein-Sieg-Kreis. Müssen auch landwirtschaftliche Betriebe aus dem Rhein-Sieg-Kreis finanzielle Unterstützung aus dem EU-Rettungspaket in Anspruch nehmen? Wie gehen die 1.125 Landwirte mit der massiven Trockenheit des Sommers um? Welche Auswirkungen hatte das Wetter auf das Getreide, die Milchviehhaltung und auf den Gemüse- und Obstbau?

„Wie wir wissen ist die Landwirtschaft im Rhein-Sieg-Kreis gut aufgestellt. Angesichts des außergewöhnlichen Sommers haben die hiesigen Verbraucherinnen und Verbraucher im Rhein-Sieg-Kreis jedoch großes Interesse zu erfahren, in welchem Maße die Dürre zu Einbußen in der Erzeugung von Lebensmitteln geführt hat“, erklärte Dr. Johannes Westarp, Leiter des Veterinär- und Lebensmittelüberwachungsamtes des Rhein-Sieg-Kreises.

Gemeinsam mit Johannes Frizen, Vorsitzender der Züchterzentrale Rhein-Sieg-Kreis, Theo Brauweiler, Vorsitzender der Kreisbauernschaft, Birgit Weiler, Vorsitzende des Landfrauenverbandes, Franziska von Kintzel, Vorsitzende des Vereins für Pferdezucht, Manfred Bonn, Vorsitzender des Vereins für Rinderzucht, Björn Schmitz, Kreistierzuchtberater, und Ulrich Timmer, Vorsitzender der Kreisstelle der Landwirtschaftskammer, beleuchtete der Kreisveterinär die derzeitige Situation der Landwirtinnen und Landwirte.

Nach Einschätzung der Experten habe der Ackerbau nach einer Frostperiode im Februar und einem leicht verzögerten Vegetationsstart von einem ungewöhnlich warmen April profitiert. Dann aber kamen extreme Hitze und Trockenheit. Die Getreideernte konnte in der Region fast vier Wochen vor dem „üblichen Termin“ abgeschlossen werden – allerdings mit einem Ertragsrückgang zwischen 10 und 50 %. Im deutschlandweiten Vergleich sind die Einbußen aber zum Glück überschaubar, da der gute Start und eine ausreichende Wasserversorgung im April / Mai die Weichen stellten.

Während sich der Ertrag beim Winterraps trotz verstärktem Auftreten des Rapsglanzkäfers auf einem akzeptablen Niveau bewegt, muss bei den Zuckerrüben mit einem deutlich unterdurchschnittlichen Ergebnis gerechnet werden. Bei den Kartoffeln wird die massive Trockenheit voraussichtlich ebenfalls einen Ertragsrückgang von 10 bis 50 % zur Konsequenz haben.

Auch die ca. 200 Milchviehbetriebe im Rhein-Sieg-Kreis sind durch die Trockenheit und das knappe Grundfutter massiv betroffen. Doch nicht nur die Witterungsbedingungen machen den Betrieben zu schaffen. Die neue Verordnung zur Lagerung von Jauche, Gülle und Sickersäften erfordert sehr hohe Investitionen. Und das bei weiterhin kritischen Milchpreisen: Auch wenn bis zum Jahresende leichte Preissteigerungen erwartet werden, werden die Vollkosten voraussichtlich nur zu rund 90 % gedeckt. Dabei haben viele Milchviehhalter die Tiefpreisphase des Vorjahres noch nicht überstanden!

Inwieweit Landwirte aus dem Rhein-Sieg-Kreis die Förderung aus dem Rettungstopf in Anspruch nehmen müssen, bleibt abzuwarten.

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Rhein-Sieg/Bonn

Hier wird geblitzt – Z.B. in Rottbitze

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Hier wird geblitzt

Bad Honnef. Bekanntgabe der Geschwindigkeitskontrollstellen der Bonner Polizei im Zeitraum 21.01. bis 25.01.2019.

Montag, 21.01.2019: in Bad Godesberg auf der Zanderstraße, in Meckenheim auf der Wormersdorfer Straße, in Ludendorf auf der B 56 und in Bonn auf der Reuterstraße;

Dienstag, 22.01.2019: in Bonn auf der Graurheindorfer Straße, in Rheinbach auf der B 266, in Rösberg auf der Metternicher Straße und in Dersdorf auf der Grünewaldstraße;

Mittwoch, 23.01.2019: in Bad Godesberg auf der Deutschherrenstraße, in Bonn auf der Röckumstraße, in Rottbitze auf der Rottbitzer Straße und in Beuel auf der Niederkasseler Straße;

Donnerstag, 24.01.2019: in Miel auf dem Heidgesweg, in Uedorf auf der L 300, in Bonn auf der Reuterstraße und in Berkum auf der Fraunhofer Straße;

Freitag, 25.01.2019: in Bad Godesberg auf der Gotenstraße, in Bellinghausen auf der L 268 und in Beuel auf der Maarstraße und an der Kennedybrücke.

Darüber hinaus können kurzfristige Kontrollen im gesamten Kreis-/Stadtgebiet durchgeführt werden.

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Rhein-Sieg/Bonn

Unfassbar! Auch im Rhein-Sieg-Kreis zunehmende Gewalt gegen Rettungskräfte

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Rhein-Sieg-Kreis.  Sie rücken aus, um dort zu helfen, wo Menschen in Notlagen dringend Hilfe benötigen. Der Rettungsdienst im Rhein-Sieg-Kreis und die damit verbundene gute Versorgung sollte der Bevölkerung eigentlich ein gutes, weil beruhigendes Gefühl für den “Fall der Fälle” vermitteln. Rettungskräfte sind bei ihrer Arbeit im Rhein-Sieg-Kreis jedoch leider zunehmend einem Potenzial an Kritik, Ablehnung und auch Gewalt ausgesetzt.

Die Spannbreite ist dabei immens: angefangen von Verkehrsteilnehmerinnen und –teilnehmern, die sich durch Rettungswagen im Einsatz an ihrer zügigen Weiterfahrt behindert fühlen und diesen Ärger verbal zum Ausdruck bringen bis hin zu massiven körperlichen Angriffen auf das Rettungsdienstpersonal. Hier sind nicht selten Alkohol und andere Suchtmittel im Spiel.

“Die Arbeit der Einsatzkräfte bildet einen wesentlichen Bestandteil der Daseinsvorsorge”, sagt Landrat Sebastian Schuster. “Fehlender Respekt richtet sich daher nicht nur gegen die Helfenden, sondern beschädigt das gesamte Hilfesystem.”

Im Jahr 2018 gab es zwischen Alfter und Windeck elf gemeldete Fälle, in denen Mitarbeiterinnen oder Mitarbeiter des Rettungsdienstes teils erheblich verletzt wurden, im Jahr 2017 waren es noch drei. “Der gesellschaftliche Leitgedanke, in Not befindlichen Menschen schnelle Hilfe zukommen zu lassen, muss im Bewusstsein der Bevölkerung deutlich spürbar sein”, sagt der Leiter des Amtes für Bevölkerungsschutz beim Rhein-Sieg-Kreis, Rainer Dahm. “Das Rettungspersonal nimmt die Sonderrechte nicht für sich in Anspruch, sondern für Menschen in konkreter gesundheitlicher Not”, so Rainer Dahm.

“Wir lassen die im Kreisgebiet tätigen Einsatzkräfte mit diesem Problem nicht allein, sondern bieten den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern gezielte Fortbildungen mit Deeskalationstraining an”, ergänzt Christian Diepenseifen, Ärztlicher Leiter Rettungsdienst im Rhein-Sieg-Kreis.

Das Gewaltphänomen begrenzt sich nicht auf den Rettungsdienst, sondern erstreckt sich auf das Gesamtspektrum aller Einsatzkräfte. Als kreisweite “Blaulichtallianz” startete daher 2018 die Kampagne “Respekt”. Dabei werben neben der Kreispolizeibehörde Siegburg, dem Rhein-Sieg-Kreis, den Städten und Gemeinden auch die Feuerwehren und Hilfsorganisationen gemeinschaftlich für einen respektvollen Umgang gegenüber Einsatzkräften.

Für Landrat Sebastian Schuster ist das Thema eine Herzensangelegenheit: “Mir ist das friedvolle Miteinander ein sehr großes Anliegen. Respektloses Verhalten ist für viele heutzutage kein Fremdwort. Hier möchte ich auch im Jahr 2019 mit der Kampagne ‚Respekt‘ für ein gutes und respektvolles Miteinander eintreten.” (db)

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Rhein-Sieg/Bonn

Notruf: 2018 mehr Einsätze im Kreis

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Rhein-Sieg-Kreis. Im Durchschnitt etwa 685 mal pro Tag haben hilfesuchende Bürgerinnen und Bürger im Rhein-Sieg-Kreis im vergangenen Jahr die Feuer- und Rettungsleitstelle im Kreishaus in Siegburg angerufen. Rund 250.000 eingehende Anrufe wurden registriert. Das waren etwa 425 Notrufe pro Tag, aber auch Meldungen von Krankenhäusern oder Medienanfragen. In 2017 gab es im Durchschnitt noch knapp 650 Anrufe pro Tag, davon etwa 400 Notrufe.

Die steigenden Anforderungen an die rettungsdienstliche Versorgung im Kreisgebiet führen zu einem Ausbau des Hilfssystems. Derzeit wird in Swisttal eine neue Rettungswache gebaut, die im Februar ihren Betrieb aufnehmen soll. Darüber hinaus sollen in Ruppichteroth, Much und Bornheim neue Wachen entstehen.

Der Rettungsdienst ist kreisweit so organisiert, dass in zumindest 90 Prozent aller Fälle im städtischen Bereich innerhalb von acht Minuten und im ländlichen Bereich innerhalb von zwölf Minuten nach Alarmauslösung das erste Rettungsdienstfahrzeug die Einsatzstelle erreicht.

Ein besonderes Ereignis für die Feuerwehren im Rhein-Sieg-Kreis war der Großbrand in Siegburg am 07. August. Als sich herausstellte, dass dieser Einsatz alle bisherigen Dimensionen sprengte, reagierten die Rettungskräfte im Siegburger Kreishaus sofort, z.B. mit einer Verdoppelung der Personalstärke. Denn in der Zeit von 14:40 Uhr bis 18 Uhr gingen an diesem Tag 523 Notrufe ein, in der Alarmierungszeit von 14:40 Uhr bis 15:10 Uhr etwa Hundert Anrufe.

„Ich bedanke mich bei den rund 3.550 ehrenamtlichen Helferinnen und Helfern der freiwilligen Feuerwehren und den etwa 1.450 Mitgliedern der Hilfsorganisationen des Rhein-Sieg-Kreises“, sagt der zuständige Dezernent Michael Jaeger. „Ohne diese Frauen und Männer ist diese Aufgabe nicht zu stemmen.“ (an)

Die Zahlen der Feuer- und Rettungsleitstelle 2018 im Einzelnen:

250.000 eingehende Anrufe
48.000 Einsätze Rettungswagen
43.000 Krankentransporte
21.000 Notarzteinsätze
2.800 Hilfeleistungen der Feuerwehren
1.200 Brandeinsätze der Feuerwehren
3.500 sonstige Tätigkeiten (z.B. Verständigung der Ordnungsbehörden nach Dienstschluss, Weiterleitung an den Kassenärztlichen Notfalldienst oder an die Polizei)

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