Siebengebirge. Bei frischem, aber überwiegend trockenem Wetter fand am Wochenende des 13./14. Juni das diesjährige Wildniscamp des VVS im Siebengebirge statt. Insgesamt 18 Kinder – 8 Jungen und 10 Mädchen – nahmen an dem zweitägigen Naturerlebnis teil und tauchten, betreut von naturpädagogisch geschulten Fachleuten, in die Tier- und Pflanzenwelt des Schutzgebiets ein.
Forschen, Entdecken, Staunen
Nach der Begrüßung durch die Vereinsleitung, die Referenten und das Betreuerteam bekam jedes Kind eine Becherlupe geschenkt, die während der Exkursionen genutzt werden konnte. Anschließend starteten die Teilnehmenden in zwei Gruppen zu ihren ersten Entdeckungstouren.
Die erste Gruppe erkundete mit Förster Jan Wienströer die Tierwelt des VVS Wildnisgebiets. Jedes Kind bekam zu Beginn eine Karte mit einem im Siebengebirge heimischen Wildtier. Auf der Wanderung suchten die Kinder nach Spuren und Lebensräumen „ihres“ Tieres, während Jan Wienströer spannende Hintergrundinformationen beisteuerte.
Parallel dazu besuchte die zweite Gruppe mit dem Biologen und Amphibienspezialisten Daniel Geller ein nahegelegenes Gewässer. Dort lernten die Kinder Salamander, Molche und verschiedene Larven kennen und setzten ihre neuen Becherlupen direkt begeistert ein. Nach dem gemeinsamen Mittagessen wurden die Gruppen getauscht, sodass jedes Kind beide Exkursionen erleben konnten.
Spiel, Spaß und Nachtabenteuer
Zurück am Forsthaus blieb Zeit für Wikingerschach, Bogenschießen oder eine kurze Pause, bevor der Abend bei Wildbratwürstchen, Brötchen und frischem Gemüse gemütlich begann. Ein besonderes Highlight folgte nach Einbruch der Dunkelheit: eine Nachtwanderung, bei der die Kinder Fledermäuse beobachten und mithilfe eines Detektors sogar hören konnten. Anschließend ging es zum Schlafen in die vom VVS Team auf der Wiese hinter dem Forsthaus aufgebauten Koten.
Gemeinsamer Abschluss mit Auszeichnung
Nach einer kurzen Nacht startete der Sonntag mit einem gemeinsamen Frühstück im Forsthaus. Danach war wieder Gelegenheit zum gemeinsamen Spiel oder zum Bogenschießen.
Bevor die Eltern und Großeltern ihre Kinder am Mittag abholten, erhielt jedes Kind eine Urkunde, die es als „Junior Wildnisbotschafter“ auszeichnet – eine Anerkennung für Neugier, Engagement und den respektvollen Umgang mit der Natur.
Nachdem auch das letzte Kind den Hof verlassen hatte, begann das VVS Team mit dem Abbau der Zelte, und gegen 15 Uhr sah das Gelände rund um das Forsthaus schließlich wieder so aus, als hätte dort nie ein Camp stattgefunden.









