Bad Honnef. Der direkte Draht zwischen Stadtverwaltung und lokaler Wirtschaft bleibt in Bad Honnef ein fest etabliertes Format: Beim jüngsten Business-Frühstück der städtischen Wirtschaftsförderung kamen erneut rund 60 Unternehmerinnen und Unternehmer aus Handel, Dienstleistung und Industrie zusammen. Treffpunkt war diesmal der HIT-Markt Bad Honnef, wo die Gastgeberfamilie Pütz die Gäste begrüßte.
Bürgermeister Philipp Herzog nutzte die Gelegenheit, um die Rolle des Formats als „kurzfristiges Frühwarnsystem“ und Austauschplattform zu unterstreichen. Der regelmäßige Dialog sei für ihn zentral, um Entwicklungen in der lokalen Wirtschaft frühzeitig aufzunehmen und politische wie administrative Entscheidungen besser darauf abzustimmen.
Neben dem persönlichen Austausch stand vor allem der Blick auf aktuelle Projekte und Standortfragen im Mittelpunkt. Die Wirtschaftsförderung gab einen Überblick über laufende Aktivitäten in Stadtmarketing, Tourismus und Kulturentwicklung. Dabei wurde erneut deutlich, dass ihr Aufgabenbereich inzwischen weit über klassische Unternehmensbetreuung hinausgeht – etwa bei Investitionsbegleitung, Flächenvermittlung oder der Unterstützung bei Genehmigungsprozessen.
Ein Schwerpunkt der Gespräche war die wirtschaftliche Dynamik im Stadtgebiet. Besonders die angekündigte Erweiterung bei Hitachi sorgte für Aufmerksamkeit: Der Ausbau des Standorts soll in den kommenden Monaten abgeschlossen werden. Die Investitionssumme hat sich dabei deutlich erhöht und liegt inzwischen bei über 70 Millionen Euro. Für die Stadt ist das nicht nur ein wirtschaftliches Signal, sondern auch ein Hinweis auf die langfristige Standortbindung eines global agierenden Unternehmens.

Auch die digitale Infrastruktur blieb ein wichtiges Thema. Viele der anwesenden Betriebe machten deutlich, dass der Fortschritt beim Glasfaserausbau aus ihrer Sicht entscheidend für Wettbewerbsfähigkeit und Standortattraktivität ist. Gleichzeitig wurde der Wunsch nach klareren Informationen zu Zeitachsen und Bauabschnitten formuliert.
Ein weiteres Projekt, das vorgestellt wurde, ist der neue „StadtRaum“ am Dreiecksplatz. Die Einrichtung, die im Juni eröffnet wurde, bündelt Stadtinformation und Tourismusarbeit und soll sich zugleich als offener Ort für Beratung, Kultur und Begegnung etablieren. Damit verfolgt die Stadt das Ziel, zentrale Anlaufstelle und Kommunikationsplattform in der Innenstadt stärker zu verankern.
Ergänzend informierte die Wirtschaftsförderung über laufende Kampagnen und Vorhaben im Stadtmarketing. Dazu zählen unter anderem „Stadt.Glanz“, neue künstlerische Installationen im öffentlichen Raum sowie touristische Angebote wie die Heimagenten-Rallye. Auch das geplante Programm rund um das Adenauerjahr 2026 wurde in diesem Zusammenhang angesprochen.
Zum Abschluss hob der Bürgermeister das Engagement der örtlichen Unternehmen hervor. Wirtschaftliche Stärke, ehrenamtliches Engagement und gesellschaftliche Verantwortung gehörten in Bad Honnef eng zusammen – sichtbar auch am Beispiel der Gastgeberfamilie Pütz, deren langjährige lokale Verbundenheit ausdrücklich gewürdigt wurde.
Das nächste Business-Frühstück der Wirtschaftsförderung ist bereits terminiert: Am 8. September 2026 trifft sich die Runde bei IT-Held.









