Bad Honnef

Zukunftsfähigkeit der Gesellschaft hängt von erfolgreicher Eingliederung der Migranten ab

Bad Honnef-Selhof | Am Freitag fand in der Oase in Selhof ein Neujahrsempfang für ehrenamtlich tätige Bürgerinnen und Bürger, die sich für geflüchtete Menschen in Bad Honnef engagieren, statt. Cigdem Bern, Erste Beigeordnete, bedankte sich für die geleistete Arbeit. Sie zeigte sich überzeugt, “dass die Zukunftsfähigkeit unserer Gesellschaft ganz stark von der erfolgreichen Eingliederung der Migranten abhängig ist”. Auf die Ehrenamtlichen bezogen meinte sie, es sei schön, Menschen zu treffen, die bereit seien, der Gesellschaft wieder etwas zurückzugeben und die sich in andere Menschen hineinversetzen könnten, um zu helfen.

In Bad Honnef sind ca. 150 ehrenamtliche Helferinnen und Helfer in der Flüchtlingshilfe registriert – viele von ihnen sind als ehrenamtliche Patinnen und Paten, in der Starthilfe, im internationalen Café, in Sprachlernangeboten, als Hauspaten, in der Holzwerkstatt, im Rahmen der Formularhilfe, in der Fahrradwerkstatt, bei Behördengängen, im Lenkungsgremium, der internationalen Nähstube oder im psychosozialen Arbeitskreis eingebunden und unterstützen regelmäßig in ihrer Freizeit die geflüchteten Menschen in Bad Honnef.

Von Ende Januar bis März werden der Stadt Bad Honnef wieder 30 geflüchtete Menschen zugewiesen. Feste Unterkünfte sind vorhanden. Sie werden in städtischen oder von der Stadt angemieteten Wohnungen untergebracht.

Der Fachdienst Soziales und Asyl der Stadt Bad Honnef sucht für die neuen Mitbürgerinnen und -bürger ehrenamtlich tätige Erstbegleiterinnen und -begleiter, die bei der Orientierung helfen. Die Helferinnen und Helfer zeigen den Flüchtlingen Einkaufsmöglichkeiten, erklären die Nutzung des öffentlichen Nahverkehrs, begleiten bei Behördengängen. Vor allem in Aegidienberg wohnende Helferinnen und Helfer werden gesucht, weil ein Teil der neuen Ankommenden in Aegidienberg untergebracht wird.

Bei ihrer Tätigkeit werden die Helferinnen und Helfer von den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern des Fachdienstes Asyl unterstützt. Der Zeitrahmen beträgt ungefähr zwei Stunden pro Woche und der Einsatzzeitraum erfolgt nach Absprache. Wer mitarbeiten möchte, kann sich bei Christina Uhlig (Koordinatorin Aegidienberg), Telefon 02224/184-198, E-Mail christina.uhlig@bad-honnef.de, oder Felix Trimborn (Koordinator Bad Honnef-Tal), Telefon 02224/184-185, E-Mail felix.trimborn@bad-honnef.de, melden.

Die Starthilfe, die die Flüchtlinge mit Gegenständen des täglichen Bedarfs versorgt, sucht vor allem Bettwäsche, Bettdecken und Kopfkissen, Wolldecken und Staubsauger. Sie hat jeden Montag von 14:00 bis 17:00 Uhr geöffnet und ist im katholischen Pfarrheim in der Bergstraße (Hintereingang, 1. Stock) untergebracht. Ansprechpartnerin ist Sigrid Hoeffken, Telefon 02224/9013227, E-Mail sigrid.hoeffken@t-online.de.

Info:
In den städtischen oder von der Stadt Bad Honnef angemieteten Unterkünften leben derzeit 223 Personen. Von ihnen warten 139 Flüchtlinge auf ihre Aufenthaltserlaubnis. Außerdem sind dort 84 anerkannte Flüchtlinge untergebracht, die eigenen Wohnraum in Bad Honnef suchen. Positiv ist, dass 51 anerkannte Flüchtlinge selbstständig oder mit Hilfe ihrer Patinnen und Paten Wohnraum in Bad Honnef gefunden haben und für 84 anerkannte Flüchtlinge durch das Ökumenische Netzwerk Integration e. V. und den Fachdienst Soziales und Asyl Wohnungen gefunden wurden.

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