mausoleum
Foto: Christina Pfalz

Bad Honnef – Der Tag des offenen Denkmals der Deutschen Stiftung Denkmalschutz findet immer am zweiten Sonntag im September statt. In diesem Jahr wurden in Bad Honnef auch Einblicke in das sonst geschlossene Röder-Mausoleum auf dem Alten Friedhof gewährt.

Die Führungen, die wegen Corona von der Besucherzahl her begrenzt waren, waren ausgebucht. Weil es noch weitere Nachfragen gibt, wird demnächst ein Folgetermin stattfinden. Die schöne Sängerin Mila Röder ist auch heute noch eine Legende, auch in Bad Honnef. Sie, ihr Stiefvater Ferdinand und Mutter Annette fanden im Mausoleum ihre letzte Ruhestätte.

Luis Kohl von der Unteren Denkmalbehörde der Stadt Bad Honnef und Frank Beckmann vom Technischen Gebäudemanagement erklärten, was es mit dem Bauwerk auf sich hat.

Schließlich war Autorin Catrin Möderler vor Ort. Sie gab Auskunft über das Leben der Familie Röder. Sie hat bereits drei Bücher veröffentlicht über das Theaterleben im 19. und beginnendem 20. Jahrhundert. Eines handelt vom Leben der schönen Mila Röder (1847-1887) und eines vom Stiefvater Ferdinand (1809-1880). Das dritte Buch der Autorin erzählt von einem Bühnenkollegen der Mila: Carl Blasel aus Wien (1831-1922). Die Büste der Mila, die ursprünglich im Mausoleum stand, ist heute witterungsunabhängig im Rathaus untergebracht und lässt die Schönheit erahnen. Im Mausoleum selbst ist noch das Abbild von Ferdinand Röder an einer Säule zu sehen. Ein mächtiger Backenbart ziert die Skulptur. Hierhin ins Mausoleum hatte sich Ehefrau und Mutter Annette Röder damals jahrelang zurückgezogen, weil die Trauer über den Tod ihres Ehemanns und der geliebten Tochter sie überwältigte.

Drei Gebäude auf dem Alten Friedhof, das Röder-Mausoleum und zwei Leichenhallen, müssen allerdings restauriert werden. Die Stadt Bad Honnef hat mit den restauratorischen Voruntersuchungen begonnen und wird ein denkmalgerechtes abgestimmtes Sanierungsziel festlegen. Zunächst muss vor allem das Mauerwerk getrocknet werden, denn die Feuchtigkeit greift den Putz und die Leimfarben der Bemalungen an.

Christina Pfalz

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