Bad Honnef – Nur der Name einer Straße in der Bad Honnefer Gemarkung Pompbeuel, in der sich seit 1831 auch der Alte Friedhof mit dem markanten Röder Mausoleum befindet, erinnert noch an den Wolfshof mit seinen ausgedehnten Ländereien, einen Gutshof, der in der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts von einem Eigentümer namens Wolf bewirtschaftet wurde.
An der heutigen Straße Am Wolfshof zeugen heute nur noch eine mächtige Platane und das mit Gitter eingefriedete Österreicher Grab, das 1793 an seiner Grenze angelegt worden war, von dem mehr als 9.000 m² umfassenden Hauptgrundstück des Gutes mit Verwaltungs und Wohnhäusern sowie Wirt schaftsgebäuden. Persönliche Erinnerungen und Geschichten, teilweise auch schriftlich fest gehalten von einem der ehemaligen Bewohner, sowie Bilder verdeutlichen Zeiten und Räume des Wolfshofs und damit des alten Honnefs.
Wilhelm Birenfeld (* 1932 in Honnef) ist durch und durch „ene Honneve Jong”. Fast 30 Jahre lang prägte er als Lehrer das „Sibi” mit und zahlreiche Ehrenämter in Honnefer Vereinen (z. B. viele Jahre Vorsitzender des Partnerschaftskomitees Bad Honnef – Berck‐sur‐Mer 1975 e.V. und 2. Vorsitzender der KG Löstige Geselle sowie von 2019 – 2024 1. Vorsitzender des Gutenberghaus Bad Honnef e.V.) haben ihn zu einer stadtbekannten Persönlichkeit werden lassen. Die Förderung des heimatlichen Kulturerbes, was die Mundartpflege einschließt, sind ihm immer eine Herzenssache gewesen. Trotzdem wird er diesen Vortrag in Hochdeutsch halten.
„Der Wolfshof“ am 20. März 2025, 19.30 Uhr, Aula Konrad-Adenauer-Schule
Dr. Joachim Arntz