Lehrschwimmbecken: Verwaltung geht von kurzer Schließung aus

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Bad Honnef-Aegidienberg | Die Wellen schlugen hoch, nachdem die Verwaltung angekündigt hatte, das Lehrschwimmbecken in Aegidienberg vorübergehend zu schließen – aus technischen Mängeln.  Die sollen insbesondere an der Wasseraufbereitungsanlage und am Becken aufgetreten sein. Um welche Mängel es sich handelt und wie sie festgestellt wurden, teilte die Stadt nicht mit.

Was prompt zur Verunsicherung beitrug. Denn: Den Übungsleitern sind technische Mängel nicht bekannt. Übungsleiterin Cornelia Lutz: „Uns wurde im Vorfeld darüber nichts gesagt. Und auch am Becken selbst kann ich keine Schäden feststellen.“ Wie viele andere Übungsleiter wurde sie von der Schließung vollkommen überrascht. Mehr oder weniger zufällig habe sie im Schwimmbad davon erfahren, kurzfristig hätte sie ihre Kurse umorganisieren müssen. „Das hat mich schon ziemlich geärgert.“

„Das bedauert die Verwaltung sehr“, so Bürgermeisterin Wally Feiden zu „Honnef heute“, und hofft trotz des Ärgers bei den Betroffenen auf Verständnis. Für die Verwaltung müsse aber der reibungslose technische Badebetrieb Vorrang haben, da die Sicherheit der Nutzer zu gewährleisten sei.

Viele Nutzer haben eine weitere Befürchtung. Sie haben Angst davor, dass die Verwaltung versucht, auf diesem Wege das Schwimmbad ganz dicht zu machen um Kosten zu sparen.

Cornelia Lutz: „Was sollen wir denn dann machen? In meinen Gruppen sind viele Reha-Teilnehmer, die müssen ihre therapeutischen Übungen durchführen um gesund zu werden. Sollen die nach Bonn fahren?“

In der Tat ist die Vermutung, dass technische Mängel nur ein vorgeschobener Grund sind um Kosten einzusparen, nicht unberechtigt. Denn nach wie vor ist nicht bekannt, was der Auslöser für die Überprüfung überhaupt war oder ob es sich um eine Routineprüfung gehandelt hat. In der Stellungnahme der Verwaltung heißt es dazu: „Nach einer gutachterlichen Überprüfung des Bads, die wie die Notwendigkeit von TÜV-Untersuchungen zu betrachten ist, ergaben sich Anhaltspunkte, dass technische Störungen in naher Zukunft nicht ausgeschlossen werden könnten. Die Schließung wurde daher als reine Vorsichtsmaßnahme veranlasst.“

Fakt ist: „Zunächst muss das Ergebnis der technischen Überprüfung durch den Gutachter abgewartet werden. Hieraus lässt sich auch erst der konkrete Umfang des Sanierungsbedarfs und der notwendigen Reparaturen bemessen und der finanzielle Bedarf beziffern,“ so Bürgermeisterin Wally Feiden.

Positiv: Gegenwärtig geht die Verwaltung davon aus, dass das Bad für die notwendigen Arbeiten nicht über einen längeren Zeitraum geschlossen bleiben muss.

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