Autobahnkreuz: Acht Fahrspuren geplant

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Region Bonn/Rhein-Sieg | Bundesverkehrsminister Alexander Dobrindt hat heute in Berlin den Bundesverkehrswegplan (BVWP) 2030 vorgestellt. Er enthält rund 1000 Projekte und hat ein Volumen von 264,5 Mrd. EUR. Das sind 91 Mrd. EUR mehr als der BVWP 2003. 49,4 Prozent dieser Summe entfällt auf die Straße, 41,3 Prozent auf die Schiene und 9,3 Prozent auf Wasserstraßen.

Dobrindt bezeichnete den neuen BVWP als „stärkstes Investitionsprogramm für die Infrastruktur, das es je gab“. Das Prinzip „Erhalt vor Neubau“ werde gestärkt und rund 70 Prozent in den Erhalt investiert.

Der Bundestagsabgeordnete für Rhein-Sieg, Sebastian Hartmann (SPD), begrüßt die Bekanntgabe des Arbeitsentwurfs für den Bundesverkehrswegeplans 2030.

„Sehr erfreulich“ findet Hartmann, dass die hohe Priorisierung einer Reihe von zentralen Infrastrukturvorhaben in der Region echte Chancen auf Verkehrsentlastung bringen.

Dazu gehört auch der Ausbau der A59 im Bereich des Autobahnkreuzes Bonn-Nordost und Sankt Augustin West und bis zum Autobahndreieck Köln-Porz. Dort soll es künftig überwiegend acht Fahrstreifen geben. Vom Autobahnkreuz Bonn-Nordost bis zum Autobahnkreuz Bonn-Ost ist eine Erweiterung auf sechs Fahrstreifen vorgesehen. „Damit wird eine ständige Stau-Engstelle im Berufsverkehr endlich beseitigt“, freut sich Sebastian Hartmann. „Und wir können auf eine rasche Verwirklichung hoffen, da für den Ausbau des Autobahndreiecks ein Planfeststellungsverfahren schon eingeleitet wurde.“

Aus Sicht des Großraums Köln-Bonn sieht Hartmann eine echte Chance auf eine Verkehrsentlastung „Der Bundesverkehrswegeplan setzt auf Sanierung bestehender Straßen vor Neubau. Die Reparatur vieler maroder Autobahnen wird Staus auflösen helfen“, so Hartmann weiter.

Der grüne Landtagsabgeordnete Horst Becker aus dem Rhein-Sieg-Kreis hingegen kritisiert die Einstufung der Südtangente, die die A 3 mit der A 565 verbinden soll, unter „weiter Bedarf“. Selbst das sei noch zu viel. „Für uns GRÜNE gehört die Südtangente komplett aus dem Plan. Die SPD-Abgeordneten in der Region haben sich öffentlich auch dagegen ausgesprochen. Jetzt wird sich zeigen, ob das Wort der SPD in der Großen Koalition in Berlin Gewicht hat. Alternativen liegen jetzt auch auf dem Tisch“, so Becker.

Norbert Röttgen, Bundestagsabgeordneter aus Königswinter, hält die Wiederaufnahme der Südtangente in den Entwurf des Bundesverkehrswegeplans für ein verkehrs- und wirtschaftspolitisch wichtiges Signal für die Region. Sie beruhe allein auf einer fachlichen Bewertung, die in einem äußerst positiven Kosten-Nutzen-Verhältnis zum Ausdruck komme. Um auch in Zukunft wettbewerbsfähig zu sein, brauche man eine leistungsfähige Verkehrsinfrastruktur.

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