Rhein-Sieg-Kreis – Die Bürgerinnen und Bürger im Rhein-Sieg-Kreis müssen sich im Jahr 2026 auf höhere Abfallgebühren einstellen. Wie die Rhein-Sieg-Abfallwirtschaftsgesellschaft (RSAG) mitteilt, steigen die Gebühren für die Abfallentsorgung durchschnittlich um 4,6 Prozent. Grundlage dafür ist ein Beschluss des Kreistages vom 4. Dezember 2025, dem der Verwaltungsrat der RSAG AöR nun gefolgt ist.
Für die Haushalte fällt die Erhöhung unterschiedlich aus – abhängig vom individuell gewählten Leistungsumfang. Ein sogenannter Musterhaushalt mit Grundpreis, einer 80-Liter-Restmülltonne, Papier- und Wertstofftonne mit vierwöchentlicher Leerung sowie einer 120-Liter-Biotonne mit wöchentlicher Leerung zahlt im Jahr 2026 rund 13,16 Euro mehr als noch 2025.
Als Hauptursache für die Gebührenanpassung nennt die RSAG weiterhin die CO₂-Bepreisung. Seit 2024 unterliegt auch die Abfallverbrennung dem Brennstoffemissionshandelsgesetz (BEHG). Die damit verbundenen steigenden CO₂-Kosten verteuern die Entsorgung von Restmüll in Müllverwertungsanlagen spürbar und belasten den Gebührenhaushalt nachhaltig.
Hinzu kommen höhere Tarifabschlüsse für die Beschäftigten sowie weiterhin hohe Kraftstoffpreise. Auch sicherheitsrelevante Investitionen schlagen zu Buche: Die zunehmende Zahl falsch entsorgter Batterien erhöht die Brandgefahr in Entsorgungsanlagen. Um Risiken zu minimieren, investiert die RSAG in moderne Brandfrüherkennungs- und Löschtechnik.
Zusätzliche Kosten sind zudem durch den Großbrand in einer Sortierhalle entstanden. Die notwendige, zeitweise Umleitung des Sperrmülls führte laut RSAG zu weiteren finanziellen Belastungen, die sich nun ebenfalls in den Gebühren widerspiegeln.
Trotz der Kostensteigerungen betont die RSAG ihren Anspruch, auch im kommenden Jahr eine zuverlässige und leistungsfähige Abfallentsorgung im gesamten Kreisgebiet sicherzustellen. Investitionen in Sicherheit, moderne Technik und nachhaltige Prozesse sollen weiterhin die Grundlage für einen stabilen Betrieb bilden.
Ausführliche Informationen zu den Abfallgebühren 2026 sowie zu den verschiedenen Leistungsoptionen stellt die RSAG auf ihrer Internetseite zur Verfügung.







