Bad Honnef – Der Jugendfußball des JFV Siebengebirge wird ab der Saison 2026/2027 unter dem Dach des Bad Honnefer Fußball-Vereins 1919 e. V. (HFV) fortgeführt. Dies teilten die Verantwortlichen beider Vereine heute Nachmittag mit. Die Entscheidung markiert das Ende einer erfolgreichen, aber von Veränderungen geprägten Ära des JFV und stärkt gleichzeitig die Zukunft des Jugendfußballs in Bad Honnef.
Ein neuer Abschnitt für den Jugendfußball
Die Integration des JFV in den HFV ist das Ergebnis einer Entwicklung, die bereits im Frühjahr 2024 begann: Damals beschloss der SV Rheinbreitbach (SVR), einer der beiden Stammvereine des JFV, seinen Juniorenfußball wieder eigenständig anzubieten und sich aus der aktiven Mitarbeit im JFV zurückzuziehen. Seitdem spielten vor allem Nachwuchsspieler des HFV in den Mannschaften des JFV, und der Vorstand wurde ausschließlich vom HFV gestellt.
„Mit diesem Schritt tragen wir den veränderten Rahmenbedingungen Rechnung“, erklärt Stephan Göckeler, Vorstandsmitglied sowohl des JFV als auch des HFV. „Nach dem Rückzug des SVR konnten wir das ursprüngliche Ziel – die Bündelung von Ressourcen beider Stammvereine – nicht mehr erreichen. Eine Fortführung des JFV hätte administrative und finanzielle Nachteile mit sich gebracht.“ Die Integration in den HFV stärke zudem die Identifikation der jungen Spieler mit dem Traditionsverein am Mittelrhein.
Kontinuität für Spieler, Eltern und Trainer
Für die betroffenen Spieler, Eltern und Trainer ändert sich durch die Integration kaum etwas. Der HFV wird den eingeschlagenen Weg konsequent weitergehen und sowohl den leistungsorientierten Jugendfußball als auch die individuelle Förderung der Talente vorantreiben. Das Ziel bleibe, möglichst vielen Junioren den Übergang in die Landesligamannschaft des HFV zu ermöglichen, betont Christian Kendzia, ebenfalls Vorstandsmitglied in beiden Vereinen.
Markus Osterbrink, ein weiteres Vorstandsmitglied von JFV und HFV, blickt positiv auf die Entwicklung zurück. Die Gründung des JFV im Jahr 2016 sei unter den damaligen Bedingungen der richtige Schritt gewesen. Beide Vereine hätten vor großen Herausforderungen in ihren Jugendabteilungen gestanden. „Dass sich sowohl der SVR als auch der HFV in der Folgezeit erfolgreich weiterentwickelt haben und nun jeweils eigenständig ein umfassendes Angebot an die fußballbegeisterten Kinder und Jugendlichen unterbreiten können, ist sehr zu begrüßen und auch dem JFV zu verdanken“, so Osterbrink.
Nächste Schritte: Abstimmung und Übergang
Die Überführung der Mannschaften in den HFV erfolgt in enger Abstimmung mit Trainern, Spielern und Eltern. Formal soll der JFV im Rahmen einer Mitgliederversammlung im Frühjahr 2026 aufgelöst und anschließend liquidiert werden. Die neue Spielzeit im Sommer 2026 startet dann mit einem vereinten Jugendfußball unter dem Dach des HFV.







