Bad Honnef. Die Play-offs rücken näher, und für die Dragons Rhöndorf beginnt am 12. April in Ulm eine Serie, die mehr als nur eine sportliche Herausforderung darstellt. Sie ist der Lohn für eine Saison, die lange auf der Kippe stand, aber am Ende in einem kleinen sportlichen Happy End mündete. Mit 12 Siegen und 14 Niederlagen haben sich die Dragons gerade noch in die Play-offs gekämpft – kein dominanter Durchmarsch, sondern ein Weg, geprägt von Zweifeln, knappen Spielen und einer Rückrunde, in der das Team endlich zusammenfand.
Ein Duell der Gegensätze
Jetzt wartet eine andere Welt: Die OrangeAcademy Ulm, eines der stärksten Teams der Liga, ist der erste Gegner. Mit 18 Siegen und nur 6 Niederlagen sowie Platz 1 im Süden sprechen die Zahlen eine klare Sprache. Ulm ist jung, schnell und hungrig – eine Mannschaft, die Fehler sofort bestraft und Spiele binnen Minuten kippen kann.
Die Dragons setzen auf Struktur, Erfahrung und Spieler, die Verantwortung übernehmen, wenn es darauf ankommt. In dieser Saison haben sie bewiesen, dass sie Nervenkitzel-Spiele für sich entscheiden können – wie beim 81:79-Sieg gegen Rostock, der unter euphorischen Gesichtspunkten Erinnerungen an den ProB-Meistertitel 2024 weckte. Damals sicherte ein triumphales Halbfinale gegen die Berlin Braves 2000 den Einzug ins Finale gegen Köln, das mit dem Meistertitel endete.
Mit durchschnittlich 83 Punkten pro Spiel ist die Offensive stark, doch 88 Gegentore pro Partie offenbaren die Achillesferse – genau hier könnte Ulm den Unterschied machen.
Die Herausforderung: OrangeAcademy Ulm
Die Ulmer sind nicht nur statistisch überlegen, sondern auch taktisch diszipliniert. Sie spielen einen schnellen, aggressiven Basketball, der auf Schnellangriffe und defensive Intensität setzt. Besonders gefährlich sind ihre jungen, athletischen Spieler, die mit Dynamik und Präzision jeden Gegner unter Druck bringen.
Warum die Dragons trotzdem hoffen dürfen
Trotz der Favoritenrolle der Ulmer haben die Dragons drei entscheidende Vorteile:
Rückenwind aus der Rückrunde: Das Team spielt unter Druck besser – ein Vorteil in den Play-offs. Erfahrung in engen Spielen: Sie haben bewiesen, dass sie Nervenkitzel-Partien gewinnen können, wie der Sieg gegen Rostock zeigt. Keine Angst vor der Herausforderung: Sollte die erste Runde überstanden werden, warten im Viertelfinale die Itzehoe Eagles oder die BBA Ludwigsburg – Gegner, vor denen die Dragons sich nicht fürchten müssen.
Das erste Spiel: Schlüssel zur Serie
Das Auftaktspiel der Serie findet am 12. April um 17 Uhr in Ulm statt. Ein Auswärtsspiel gegen den Tabellenführer ist immer eine harte Nuss, doch die Dragons haben gezeigt, dass sie auch in schwierigen Umgebungen bestehen können. Ein Sieg in Ulm wäre nicht nur ein psychologischer Boost, sondern auch ein klares Signal an die Liga: Die Dragons sind bereit für die große Bühne.










