Bonn-Bad Godesberg. Manchmal schreibt das Leben Geschichten, bei denen man sich unweigerlich fragt: Wie dumm muss man eigentlich sein?
Ein 30-jähriger Mann hat der Bonner Polizei am Dienstag (14. Juli) einen Einsatz der besonderen Art beschert. Ausgerechnet mit dem Auto fuhr er zur Polizeiwache Bad Godesberg, um seinen Führerschein abzuholen – obwohl dieser ihm dort erst einen Tag zuvor beschlagnahmt worden war. Noch dazu parkte er seinen Wagen direkt vor dem Eingang so, dass Streifenwagen das Gelände weder verlassen noch befahren konnten.
Bereits am Montag war der Mann auf der Theodor-Heuss-Straße nach einem Zeugenhinweis kontrolliert worden. Sowohl der Zeuge als auch die eingesetzten Polizeibeamten hatten zuvor eine unsichere Fahrweise beobachtet. Bei der Kontrolle ergaben sich Hinweise darauf, dass der 30-Jährige aufgrund der Einnahme von Medikamenten fahruntüchtig gewesen sein könnte.
Auf der Polizeiwache entnahm ein Arzt eine Blutprobe. Der Führerschein wurde sichergestellt. Außerdem fanden die Beamten am Hosenbund des Mannes ein verbotenes Einhandmesser. Deshalb wird nun auch wegen eines Verstoßes gegen das Waffengesetz gegen ihn ermittelt.
Offenbar hielt ihn das jedoch nicht davon ab, bereits am nächsten Tag wieder mit dem Auto zur Wache zu fahren – um dort seinen Führerschein zurückzuverlangen.
Da der Mann mehrfachen Aufforderungen, das Gelände zu Fuß zu verlassen, nicht nachkam, sprach die Polizei einen Platzverweis aus. Weil er diesem ebenfalls nicht folgte, wurde er nach richterlichem Beschluss in Gewahrsam genommen und ins Polizeipräsidium gebracht.
Dort wurde ihm wegen des erneuten Verdachts, unter Medikamenteneinfluss gefahren zu sein, ein weiteres Mal Blut abgenommen.
Das Fahrzeug des 30-Jährigen wurde sichergestellt. Zusätzlich zu einer weiteren Strafanzeige informierte die Polizei auch das zuständige Straßenverkehrsamt über die Vorfälle. Die Ermittlungen des Verkehrskommissariats 2 dauern an.









