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Bad Honnef

Bad Honnef digital – Und: Was macht eigentlich das Bad Honnefer Kiezkaufhaus?

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Bad Honnef. Zurzeit ist wieder schlechte Stimmung in der City. Verschiedene Geschäfte schließen, das Eingangstor Bahnhofstraße/Hauptstraße ist auch nach dem Verkauf des ehemaligen Kaisers-Gebäude in einem äußerst unwürdigen Zustand, der Dreck auf den Straßen nimmt allmählich Überhand. Abgestorbene Bäume in der Hauptstraße werden nicht entfernt oder ersetzt. Unternehmer sprechen von geringer Kundenfrequenz. Immerhin: Das türkische Restaurant By Aslan im Centrum bleibt, teilt Inhaber Tahir Aslan auf Facebook mit. Zunächst hatte eine Bad Honnefer Zeitung missverständlich berichtet, dort seien auch die Lichter ausgegangen.

Allerdings verdient sich auch die Unternehmerschaft nur teilweise Lorbeeren – beim Marketing und der Vorbereitung auf die digitale Zukunft. Absolut große Klasse: die Schlemmerabende und das Kaminzimmer. Die Akzeptanz dieser Angebote sollte ein Fingerzeig sein, wie die City belebt werden kann. Hingegen schlummert die digitale Zukunft in Bad Honnef immer noch hinter den sieben Bergen. Zwar gibt es mittlerweile ein paar Unternehmenswebsites mehr und teilweise hat sich auch das Design zum Positiven verändert, eine überzeugende Strategie ist allerdings nicht zu erkennen.

In diese Bresche versuchten Anbieter aus Bad Honnef zu springen, erstellten zentrale Portale wie badhonnef-hats.de oder lebensart-badhonnef.de an. Beide aufwändig gestaltet und technisch absolut auf der Höhe der Zeit, dreht sich aber auch hier das Rad langsam. Die Seiten entwickeln sich mangels Anbieternachfrage und fehlender Info-Performance nicht weiter. Rainer Hombücher, Betreiber von badhonnef-hats.de: “Noch nie war es für Unternehmen einfacher und preisgünstiger auf sich aufmerksam zu machen und ins Gespräch zu kommen, zumal Beiträge täglich aktuell veröffentlicht werden können und auch in den sozialen Medien Verbreitung finden. Wenn beispielsweise der Blumenladen XY ein neues Gesteck entworfen hat, dann interessiert das die Leute. Wenn eine Mitarbeiterin 25-jähriges Jubiläum hat, dann interessiert das die Leute…”

Laut Global Digital Report 2018 gibt es mittlerweile über 4 Milliarden Internetnutzer, laut Zeitonline sind mittlerweile 90 Prozent der Deutschen im Internet, globale Online-Marktplätze wie ebay und Amazone boomen. Zumindest die Stadt hat begriffen, dass ohne digitale Angebote die Zukunft des Einzelhandels verschlafen wird. Sie lud 2017 Bad Honnefer Unternehmen ein, um gemeinsam über Lösungen nachzudenken. Obwohl es lokale Angebote gab, zauberte die Verwaltung im Einvernehmen mit der Politik einen eigenen Onlinemarktplatz mit Shop aus dem Hut. Offensichtlicher Hintergrund: Es gab Fördergelder vom Land. Allerdings mussten auch 100.000 EUR selbst investiert werden.

Mittlerweile berichten immer mehr Medien darüber, dass es lokale Onlinemarktplätze sehr schwer hätten. Studien wiesen darauf hin, dass lokale Onlinemarktplätze schlecht funktionieren. Vorreiter Online-City Wuppertal musste nach drei Jahren nachgefördert werden und präsentiert aktuell gerade einmal knapp über 50 Händler. Die Westdeutsche Zeitung zitiert Händler, für die die Teilnahme ein Flop gewesen sei. Und auch das Kiezkaufhaus Wiesbaden bewirbt magere 21 Unternehmen. Für diesen Dienstleister hatte sich die Stadt hinsichtlich der Umsetzung ihres eigenen lokalen Onlinemarktplatz entschieden.

Im November ging das Bad Honnefer Kiezkaufhaus online. Gerade einmal 11 Unternehmen sind dort gelistet, nur vier haben sich für das Shop-System entschieden. Problem: Das Wesentliche dieses Onlineangebots fehlt – der Bestellbutton. Stattdessen war zunächst ein Hinweis zu finden “Bald erhältlich”. Mittlerweile ist “Im Geschäft erhältlich” zu lesen, was die Sache nicht seriöser erscheinen lässt. Im Gegenteil: Schließlich geht es ja um einen Onlineshop.

Für das Projekt dürfte diese Entwicklung nicht gerade förderlich sein, von einem Imageschaden bei allen Beteiligten einmal ganz abgesehen.

Die Stadt betreibt hinsichtlich ihres Portals eine defensive Informationspolitik. Auf Nachfrage von Honnef heute teilte sie überraschend mit, sie wolle zu den gestellten Fragen keine Stellung nehmen – für eine Behörde ungewöhnlich.

Die Fragen:

  1. Warum funktioniert das Shopsystem immer noch nicht?
  2. Wann können die Bürgerinnen und Bürger über das System einkaufen?
  3. Bekommen die teilnehmenden HändlerInnen eventuell eine Entschädigung?
  4. Der Förderzeitraum ist bald beendet. Wie wird dann das Projekt – auch personell – weitergeführt?
  5. Strebt die Stadt eine weitere Förderung an?

Wie geht es weiter?

Mittlerweile bestätigte die Kiezkaufhaus-Agentur  Scholz & Volkmer GmbH auch schriftlich eine “Verzögerung in der Entwicklung des Tools”.  Wichtiger als eine “schnelle Einführung ist jedoch eine sichere und einwandfreie Funktionalität, die allen Beteiligten einfache Nutzung ermöglicht. Nicht zuletzt, weil es sich um ein vielbeachtetes Projekt handelt, möchten wir uns durch eine ausreichende Anzahl von Testreihen verantwortlich zeigen”. Verzögerungen im Projektablauf seien bei digitalen Großprojekten keine Seltenheit, so die Agentur weiter. Die Stadt werde den Termin des Livegangs nach Beendigung aller Arbeiten selbst verkünden.

badhonnef-hats.de ist zunächst offline gegangen, dafür ist ein neues Portal ohne Shop am Start. Das heißt natürlich Honnefer Veedel.

1 Kommentar

1 Kommentar

  1. Anno Nuhm

    17. Januar 2019 eingestellt am 14:52

    Kiezkaufhaus
    Wenn man bei Google “Kiezkaufhaus” eingibt, dann findet man bei “News” sehr schnell folgenden Bericht https://merkurist.de/wiesbaden/pop-up-store-geschlossen-steht-das-kiezkaufhaus-vor-dem-aus_isF in dem erklärt wird, daß es im Vorzeige -Kiezkaufhaus in Wiesbaden gerade mal 100 Einkäufe in der Woche gibt. Ich denke jeder normale Mensch rechnet nun ganz einfach, daß es in Bad Honnef etwa zehnmal weniger Einwohner gibt als in Wiesbaden (276000 Einwohner). Also könnte man evtl mit 10 mal weniger Einkäufen pro Woche rechnen. Wie hoch mag ein durchschnittlicher Einkauf im Kiezkaufhaus sein? 20 Euro? oder 50 Euro? Gehen wir einfach mal von 50 Euro aus. Das wären 500 Euro Umsatz pro Woche. Davon bekommt das Kiezkaufhaus 10% , also 50 Euro pro Woche.
    Wie kann man von 50 Euro pro Woche einen Laden mieten, Mitarbeiter einstellen, und so einen Zirkus um das ganze alberne Theater machen?

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Bad Honnef

Skandal oder egal? Rathausprofis feiern, Ehrenamtliche schwitzen

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Ehrenamtliche der Stadtinfo und der Stadtbibliothek: v.l. Heidi Jilka, Ulrich Mohr, Renate Dung, Florette Hill, Antje Schneider

Bad Honnef – Wetter super, Stimmung hoffentlich gut – die hauptamtlichen MitarbeiterInnen der städtischen Verwaltung machen heute ihren Betriebsausflug. Den haben sie sich redlich verdient. Nicht dabei sind allerdings die Ehrenamtlichen der Stadtinfo und der Stadtbibliothek. Sie wurden erst gar nicht eingeladen, müssen stattdessen bei Temperaturen von 31 Grad schuften. Lebensfreude sieht wohl anders aus.

Entsprechend sauer sind die MitarbeiterInnen, die seit vielen Jahren der Stadt treu zur Seite stehen. Heidi Jilka, die seit vier Jahren ihre Freizeit opfert und in der Stadtinfo mitarbeitet, ist besonders enttäuscht und zeigt dies auch emotional: “Eine Unverschämtheit. Noch nicht einmal eine Alternativveranstaltung ist uns Ehrenamtlichen angeboten worden.” Die Leiterin der Stadtinfo und der Bücherei hätte sich zwar um eine Teilnahme ihrer MitarbeiterInnen bemüht, aber ohne Erfolg.

31 Grad zeigt das Thermometer im oberen Bereich der Stadtbücherei. Die Ehrenamtliche Renate Dung verliert trotz Enttäuschung ihr Lachen nicht

So sieht der Sonnenschutz im oberen Bereich der Stadtbibliothek aus

Ziemlich sauer ist auch Renate Dung, die seit vielen Jahren ehrenamtlich bei der Stadt tätig ist, zuvor auch im Schwimmbad. Sie zeigt auf das Thermometer, das 31 Grad dokumentiert. Außerdem macht sie auf den Sonnenschutz am Fenster aufmerksam. Seit Jahren sei der nicht in Ordnung. Ein Wunder, dass MitarbeiterInnen nicht gänzlich der Hitze zum Opfer fallen. Dabei ist der Arbeitgeber ab 26 Grad verpflichtet, funktionierende Sonnenschutzsystem vorzuhalten.

Warum die Ehrenamtlichen zu Hause bleiben mussten, ist noch nicht bekannt. Honnef heute hat angefragt.

Ehrenamtliche setzen sich auch bei 31 Grad für Lebensfreude in Honnef ein

 

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Bad Honnef

Gibt es nächstes Jahr kein Rosenfest mehr?

Bewegung im ehemaligen Kaiser’s-Gebäude

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Bad Honnef – Was für eine Überraschung! Beim Monatstreff des Centrum e.V. heute Abend in den Räumen der Stadtsparkasse Bad Honnef deutete Vorsitzender Georg Zumsande kurz vor Schluss der Veranstaltung Veränderungen bei den Festen der Marketinggemeinschaft an.

Demnach könnte es sein, dass das Rosenfest beerdigt wird und ein neues Format die Bad Honnefer und die auswärtigen Gäste begeistern soll. Im Mittelpunkt soll dabei das Thema “Straße” stehen, so Zumsande. Es gebe Pläne und mit der Kreissparkasse Köln einen Sponsor. Ab August 2019 übernimmt die Kreissparkasse die Geschäfte der Stadtsparkasse.

Das Rosenfest ist nach “Fühl dich frühlich” das zweite große Event im Jahr in der Bad Honnefer City. Besonderheit ist die Inthronisierung einer Rosenkönigin, die traditionell von Hannelore Mertesacker ausgestattet wird. In diesem Jahr gab es sogar ein Rosenkönigspaar.

Weiterhin wurde bekannt, dass die Kreissparkasse ab sofort für Händler in Bad Honnef die Teilnahme an einem Vorteilskartensystem anbietet. Kunden können davon nach der technischem Umstellung ab dem 26.8.2019 profitieren, beispielsweise per S-Cashback bei über 1.300 Partnern in der Region, bundesweit oder online einkaufen und dabei Vorteile genießen.

Eine Vorteilskarte vertreibt auch die Bad Honnef AG.

Bewegung soll laut Zumsande in die Nutzung des ehemaligen Kaiser’s-Gebäude kommen. Bestätigt wurde er vom anwesenden Bürgermeister Otto Neuhoff. Eine positive Entwicklung  sei auch in Bereichen des Saynschen Hofs zu verzeichnen, so Neuhoff. Sobald alles spruchreif sei, würde die Öffentlichkeit informiert.

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Bad Honnef

Nostalgiekirmes: Auch für die Stadt kein Publikumsmagnet – Schausteller kurzfristig abgesprungen

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Bad Honnef – Da hat es die Stadt mit dem neuen Kirmeskonzept gut gemeint, belohnt wurde ihr Engagement jedoch nicht. Besucher blieben aus, Schausteller waren frustriert.

Seit Jahren dümpelt die Johannes-Kirmes vor sich hin. Das Interesse ließ bei den Bürgerinnen und Bürgern stark nach, Karussells und Autoscooter blieben leer. Jetzt sollte es mit einer Nostalgiekirmes und Livemusik besser klappen. Die Idee fand offensichtlich keinen allzu großen Anklang.

War die Musikveranstaltung am Freitag noch gut besucht, flachte der Besucherstrom Samstag schon deutlich ab. Vermutlich auch wegen der vielen Parallelveranstaltungen.

Problematisch: Kirmesbeschicker profitierten wenig von den Auftritten der Musiker, denn die Zuschauer setzten sich lieber an die Tische der örtlichen Restaurants und ließen sich von den Kellnern bedienen. Die Mitarbeiter der Imbissbude und des Wein- und Sektstandes am Rande mussten zugucken, wie auf dem Marktplatz Bier, Wein und Schnitzel serviert wurden.

Auch die Berg- und Talfahrt fuhr meistens halbleer, das Kinderkarussell drehte sich nicht in die Gewinnzone und der Eigentümer der Schiffschaukel machte ebenfalls keine Jubelsprünge. Auf die Frage, wie es gelaufen sei, sagte er: “Jo, fürs erste Mal – schauen wir mal, wie es weitergeht.” Euphorie klingt anders.

Für die Stadt war die Kirmes ebenfalls kein Publikumsmagnet. Die Musikveranstaltungen hätten hingegen guten Zulauf gehabt, bedenke man, dass sie noch nicht etabliert seien.

Die Kirmes hätte eine lange Tradition, sei aber in den letzten Jahren von den Bad Honnefer Bürgerinnen und Bürgern kaum angenommen worden. Zur Wiederbelebung der Veranstaltung habe man mit der Nostalgiekirmes und Live-Musik ein neues Konzept testen wollen. Zu diesem Zweck sei vom Rat im diesjährigen Haushalt ein kleines Budget bereitgestellt worden.

Für diverse Posten wie Musik, Werbung, Nostalgie-Geschäfte usw. wurden rund 9.000 Euro in den Test investiert. Da Nostalgie-Fahrgeschäfte derzeit sehr gefragt seien, hätten sie nur gegen eine “Anreisegebühr” gebucht werden können. Ein Schausteller mit drei Fahrgeschäften hätte “äußerst” kurzfristig abgesagt, Ersatz sei nicht mehr gefunden worden.

Eine abschließende Bewertung des neuen Formates mit allen Beteiligten hat die Stadt noch nicht vorgenommen. Deshalb sei auch noch nicht geklärt, wie es zukünftig mit der Johannes-Kirmes weitergehen könne.

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