Bad Honnef. Neun Jahre nach dem ursprünglich geplanten Ende der Kleingärten kommt Bewegung in die Umgestaltung der Rheinpromenade. Die baufälligen Hütten und sonstigen Aufbauten zwischen Bad Honnef und Rhöndorf sollen nun endgültig zurückgebaut werden.
Eigentlich sollte die Fläche längst anders aussehen. Im Zuge der Aufwertung der Rheinpromenade waren die Pächter 2017 aufgefordert worden, ihre Schrebergärten bis zum 15. November desselben Jahres aufzugeben. Die Räumung verlief seinerzeit allerdings nicht reibungslos. In einem Fall musste sogar die Feuerwehr anrücken, um ein Holzhaus zu löschen.
Neun Jahre später sind noch immer nicht alle Spuren der früheren Nutzung beseitigt. Spaziergängern bietet sich auf Teilen der Fläche ein ungepflegtes und teilweise verwahrlost wirkendes Bild.
Wie die Stadt im März auf Anfrage mitteilte, konnten die geplanten Räumungs- und Umgestaltungsarbeiten bislang nicht vollständig abgeschlossen werden. Der Bau- und Betriebshof hatte bereits Gehölzschnitt- und Mulcharbeiten durchgeführt. Dabei mussten Vorgaben des Arten- und Baumschutzes berücksichtigt werden.

Der Rückbau der verbliebenen Gartenlauben wurde zunächst zurückgestellt. Grund waren unter anderem mögliche Schadstoffe sowie Fragen des Umwelt- und Artenschutzes. Ein Sachverständigenbüro wurde deshalb mit einer Kartierung der Fläche beauftragt.
Inzwischen liegt das Ergebnis der Artenschutzprüfung der Stufe 1 (ASP I) vor. Nach Angaben der Stadt ergaben sich dabei keine Hinweise auf das Vorkommen schützenswerter Arten. Damit steht dem Rückbau der baufälligen Hütten und sonstigen Aufbauten grundsätzlich nichts mehr im Wege.

Besondere Bedeutung hat dabei die Lage der Fläche im Landschaftsschutz- und Überschwemmungsgebiet. „Oberste Priorität hat dabei die fachgerechte Entfernung sämtlicher Schadstoffe aus dem sensiblen Landschaftsschutz- und Überschwemmungsgebiet“, erklärt die Verwaltung.
Die Stadt teilt weiter mit, dass bereits Ortsbesichtigungen mit geeigneten Entsorgungsunternehmen stattgefunden und in Begleitung des Bau- und Betriebshof haben.
Nach dem 30. September soll es losgehen
Konkret wird es beim Zeitplan: Nach dem Ende der Vogelschutzzeit am 30. September 2026 soll der Bau- und Betriebshof die Grünfläche freischneiden. Dadurch sollen die Voraussetzungen geschaffen werden, um die Hütten anschließend maschinell zurückzubauen und vollständig zu entfernen.
Erste vorbereitende Arbeiten im Bereich der Grünfläche sollen bereits in den kommenden 14 Tagen beginnen. Der eigentliche Rückbau der Gartenlauben soll anschließend folgen.









