Beziehungen zu Polen und die Wiedervereinigung Deutschlands

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Bad Honnef – Das Partnerschaftskomitee Wittichenau hatte in den Bad Honnefer Ratssaal eingeladen, um traditionellerweise eine Feierstunde zum Tag der deutschen Einheit zu gestalten. Durch die Veranstaltung führte die Vorsitzende des Komitees Cornelia Nasner. Dieses Jahr wurde die Rolle Polens in Bezug auf die deutsche Einheit beleuchtet. Vor dem Festredner sprach Michael Lingenthal über seine Erfahrungen mit den deutsch-polnischen Beziehungen. Er ist Vorsitzender der Deutsch-Polnischen Gesellschaft Köln-Bonn und kennt das Land und seine Menschen seit vielen Jahren.

Festredner Dr. Marcin Barcz lebt als freischaffender Publizist in Warschau und war von 2002 bis 2015 persönlicher Referent des ehemaligen polnischen Außenministers Wladyslaw Bartoszewski (1922 bis 2015), dessen Archiv er nun leitet. Die deutsche Einheit, so erklärte Dr. Marcin Barcz, lag immer im Interesse Polens: „Mit dem Fall der Berliner Mauer, dem Ende des Kommunismus wurde der Weg zum Vereinten Europa frei.“ Viele Jahre sei es romantisch und naiv gewesen, an die Wiedervereinigung Deutschlands zu glauben. Heute haben Deutsche und Polen gemeinsam, Anlass zu feiern. Und vielleicht gebe es eines Tages auch nur noch ein Land und keine Grenze mehr. Der Referent verstand es ausgezeichnet, die Zuhörerschaft in die Vorwendezeit mit zu nehmen. Der spannende Vortrag über eine spannende Zeit war gewinnbringend.

Wittichenau, Partnerstadt von Bad Honnef, liegt in der Oberlausitz. Nach dem Fall der Mauer hatte Bad Honnef die Beziehung aufgenommen, die Städtepartnerschaft wurde gegründet und Unterstützung geleistet. Gerade deshalb hat sich das Komitee der Aufgabe angenommen, jährlich am 3. Oktober eine Feierstunde zu zelebrieren. Auch in den vergangenen Jahren waren großartige Referentinnen und Referenten zu Gast gewesen.

Zum Abschluss der Feierstunde 2020 spielte Bürgermeister Otto Neuhof auf dem Klavier die polnische und die deutsche Nationalhymne. (C.P.)

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