Klaus Munk vor dem Café Profittlich in Rhöndorf

Bis zum Kirchturm ist zu kurz.

Es war im Jahr 2012. Ich war damals bereits seit 10 Jahren in der Kommunalpolitik aktiv. Besonders engagierte ich mich im Bereich Wirtschaftsförderung und Tourismus. Nach manchen frustrierenden Erfahrungen war mir klar geworden, dass sich ohne eine regionale Vernetzung nicht viel aufbauen ließ. Wirtschaftsförderung -und erst recht Tourismusförderung- konnten nicht funktionieren mit Blick auf den eigenen Kirchturm sondern nur mit Blick in die Region – also mit dem Aufbau eines regionalen Angebots in dem Bad Honnef in seiner Vielseitigkeit eine Rolle als zentrale Drehscheibe spielen konnte.

So schuf ich, nachdem Bad Honnef -auch durch mein Mitwirken- endlich wieder eine Tourist Information hatte, eine Webplattform mit Tourentipps, die alle einen zentralen Haltepunkt in unserer Stadt hatten. Dort fand man ausgesuchte Geschäfte, Hotels, Restaurants, einen umfassenden Veranstaltungskalender, Sehenswürdigkeiten und Spezialitäten der Region, alles buch- oder bestellbar, zum Teil auch lieferbar vor Ort. Vorgestellt wurde diese damals noch recht neue Form des lokalen und regionalen Internetmarketings in der Presse, im WDR, im Mittelrhein TV und bei einem Empfang auf Schloss Drachenfels. Was noch fehlte, war ein intensives Marketing vor Ort und in den Gebieten an Rhein und Ruhr und im benachbarten Ausland, aus denen die meisten Besucher und Besucherinnen erwartet werden konnten. Leider blieb das aus. Die Finanzierung -privat gestartet- ließ sich auf Dauer nicht ausschließlich privat regeln. Politik und Stadtverwaltung hätten mitwirken müssen. Die Mehrheiten waren nicht danach. Die Zeit war noch nicht reif.

Was haben wir heute?

Die Touristinformation – wichtigste Grundlage für werbewirksame Besucherbetreuung- fristet ihr Dasein in der Stadtbücherei. Es gibt aktuell keine mit der Region vernetzte Internetpräsenz mit umfassender Angebotspalette zu verschiedensten Themen, kein strategisches Außenmarketing.

Was wir haben, sind Bruchsteine eines möglichen Gesamtkonzeptes. Eines davon: das Kiezkaufhaus.

Die Marke Lebensfreude Bad Honnef könnte ein Ansatz für Außenmarketing sein, aber ich habe davon da wo diese Marke wirken sollte – in den wichtigsten Herkunftsgebieten unserer Gäste – noch nichts gehört oder gesehen.

In Zusammenarbeit mit allen professionellen und ehrenamtlichen Kräften der Region würde ich gerne die bestehenden Mosaiksteinchen auf Basis der Erfahrungen von 2012 in ein sinnvolles regionales Gesamtkonzept einfügen und so endlich das Ganze im Sinne unserer Stadt zum Erfolg führen.

Herzlichst Ihr Klaus Munk

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