Geschäfte wollen keine Gebühren dafür zahlen, dass sie jährlich Tausende nach Bad Honnef ziehen

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Bad Honnef | Das war zu erwarten: Auf seiner Jahreshauptversammlung beschloss der Centrum e.V., auch in Zukunft keine Gebühren für Leistungen des Bauhofs zu zahlen. Das berichtet heute der General-Anzeiger. Die Stadt will ab 2014 von den Gewerbetreibenden Geld für Absperrungen, Installationen etc. an Markttagen, obwohl die Veranstaltungen Hunderttausend jährlich nach Bad Honnef ziehen.

Grund für den Widerstand ist die unkoventionelle Erhöhung der Leistungen von Mitkonkurrent Thomas Bock mit seiner Stadtinformation um satte 24.000 EUR. Die Stadtinformation hält auch mit vielen Ehrenamtlichen das Tourismusbüro in Bad Honnef aufrecht. In der letzten Sitzung des Ausschusses für Wirtschaftsförderung kündigte Bock die Schließung seines Marketing-Büros an, wenn die Stadt nicht mehr zahlen würde, was manche schon -ohne wirkliche Not – als eine Art „unter Druck“ setzen empfanden. Schon damals kochte der anwesende Centrum-Chef Zumsande und kündigte noch während der Sitzung Widerstand an.

Dass die Stadt zusätzlich 24.000 EUR in die Stadtinfo pumpen würde, nachdem der Betreiber mit dem „Aus“ gedroht hätte, der Centrum e.V. aber für seine Leistungen dicke Rechnungen bezahlen solle, verstünden die Mitglieder nicht, so Zumsande im  GA.

Foto: Centrum-Chef Georg Zumsande

1 Kommentar

  1. Man sollte die beiden „Finanzprobleme“ nicht miteinander vergleichen:

    Ich glaube nicht, dass Thomas Bock die Verwaltung oder den Rat „unter Druck“ setzen wollte.
    Er hat sicherlich genügend Nachweise führen können, warum die bisherige finanzielle Unterstützung nicht ausreicht. Und wenn man die Stadtinfo weiterhin haben möchte, muss man sie auch finanziell unterstützen. Also Geld ausgeben! Nicht immer nur Ehrenamt!
    Wenn er aber keine Nachweise hatte? Dann hat Stadt und Rat aber m.E. ein Problem…..

    Von Centrum e.V. will die Stadt Geld haben. Wofür? Für Leistungen des städt. Bauhofs.
    Centrum e.V. lockt mit seinen vielen Veranstaltungen tausende Besucher in die Stadt und trägt damit auch zur Wirtschaftsförderung bei. Richtig: unsere Geschäfte haben etwas davon. Sie zahlen aber auch dafür.
    Für eine derartige Wirtschaftsförderung sollte auch die Stadt „ihren Obulus“ leisten.
    Also: durch handwerkliche Unterstützung dazu beitragen, dass derartige -die Stadt belebende – Veranstaltungen erfolgreich sind.

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