Königswinter | Professor Meinhard Miegel, Vorstandsvorsitzender des „Denkwerk Zukunft“, war Gesprächspartner der vierten Veranstaltung im Rahmen der von Norbert Röttgen initiierten Reihe „Im Gespräch“. Gemeinsam mit den Vorsitzenden der CDU-Stadtverbände Sankt Augustin, Königswinter und Bad Honnef hatte Röttgen auf die Hirschburg eingeladen und begrüßte Miegel als „anerkannten Sozialwissenschaftler und menschliches Frühwarnsystem“.

Zu Beginn der Veranstaltung stellte Roman Limbach, Stadtverbandsvorsitzender der CDU Königswinter, in Kurzform das Konzept der Veranstaltungsreihe vor „Wenn interessante Persönlichkeiten zu interessanten Themen an interessante Orte kommen – dann kommen auch viele interessierte Besucher, um sich an der Diskussion zu beteiligen.“

Nach den drei ersten „Im Gespräch“-Veranstaltungen, in denen es um den Nahostkonflikt, die Zukunft der deutschen Landwirtschaft und die Energiepolitik ging, stand diesmal die von Professor Miegel als Titel seines Vortrages gestellte Frage im Mittelpunkt: „Wachstum und Wohlstand – eine historische Episode?“

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Wachstum, wie wir es kennen, gebe es erst seit der zweiten Hälfte des 20. Jahrhunderts, so Miegel. Seit diese „Stichflamme“ Ende der 70er Jahre drohte zu erlöschen, sei die Lösung darin gesehen worden, Schulden zu machen, um das Wachstum anzuregen. Aber: „Der extrem Ressourcen verzehrende Lebensstil, an den wir uns gewöhnt haben, zerstört die natürlichen Lebensgrundlagen und ist deshalb nicht zukunftsfähig.“ Und noch schlimmer: Wenn alle Länder der Erde so wirtschaften würden, wie die westlichen Industrieländer, sei der Kollaps unserer Erde absehbar.

Ob wir dieser Entwicklung ausgeliefert sind oder wie wir gegensteuern können, diskutierten Miegel und Röttgen und gingen dabei auch auf die zahlreichen Fragen der Besucher ein.

Fest stehe, so Röttgen: „Wenn wir unseren Wohlstand erhalten wollen, müssen wir alle unsere Anstrengungen darauf richten, unser Leben und unsere Wirtschaft auf eine neue Form des Wachstums, ein nachhaltiges Wachstum auszurichten.“

 

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