Bad Honnef – In einer Zeit, in der Fußball-Weltmeisterschaften in Länder vergeben werden, die noch kein einziges geeignetes Stadion dafür haben, in der olympische Spiele direkt neben Favelas stattfinden und brandneue Stadien nach einmaliger Nutzung verrotten; in einer Zeit wo Rennstrecken mitten in der Wüste aus dem Boden gestampft werden und man mit den Ablösesummen für Fußballspieler ganze Entwicklungsländer retten könnte, in dieser Zeit legt der Leichtathletikverein Bad Honnef (LVB) mehr denn je Wert auf Nachhaltigkeit.

Ob kaputte Speere, die zu Stäben für Anzeigetafeln umfunktioniert werden, oder alte Holzhochsprungständer, die in ihrem zweiten Leben als Grundlage für ein Infoboard dienen – der LVB ist sich seiner Verantwortung bewusst und das nicht erst seit gestern. Immer wieder zeigen die Athleten und Trainer dies auch in gemeinsamen Aktionen, wie beispielsweise im Jahr 2015, als man eigenhändig zwanzig alte Hürden restaurierte, aus zwei defekten Hürden eine ganze machte, Feststellstifte erneuerte und die eingerosteten Gegengewichte wieder mobilisierte.

Nun geht der Leichtathletikverein auch in Sachen Textilien umweltbewusstere Wege.

Ein Teil der Wettkampfkleidung wird zukünftig vom jungen Braunschweiger Unternehmen Re-Athlete bezogen. Das Unternehmen stellt seine Sportkleidung aus 100% regenerierten ECONYL® Nylon-Fasern her, die aus alten Fischernetzen und weiteren Plastikabfällen recycelt werden, welche direkt aus den Weltmeeren geborgen werden.

„Die Produkte sind in Qualität, Funktionalität und Tragekomfort top“, bestätigt Trainer Sebastian Stüber und ergänzt: „Übrigens ist auch der Hersteller unserer Freizeitkollektion (JAKO), welche wir über unseren lokalen InterSport-Händler beziehen, Mitglied im Bündnis für nachhaltige Textilien.“

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