Dragons-Trainer Boris Kaminski will diesmal nach dem ersten Viertel führen – Sonntag gegen Heidelberg

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Bad Honnef | So hatten sich die Dragons den Auftakt in der ProA- nicht unbedingt vorgestellt. Mit drei Niederlagen im Gepäck fahren sie am Sonntag nach Heidelberg zum Tabellensiebten MLP Academics. Jedoch: Das Formbarometer zeigt einen leichten Trend nach oben.

Obwohl Heidelberg seit jeher als eine Hochburg des Basketballs in der Rhein-Neckar Region gilt, wollte der “schlafende Riese” in den vergangenen Jahren nicht so recht erwachen. Erst mit der Ankunft von Trainerfuchs Branislav Ignjatovic scheint der Erfolg in die Universitätsstadt zurückgekehrt zu sein. Seit dem Sommer 2014 steht der 49-Jährige, der zuvor bereits beim TV Langen und den Kirchheim Knights erfolgreich arbeitete, bei den Heidelbergern an der Seitenlinie und führte seine Mannschaft in der vergangenen Saison auf Rang 6 der Tabelle. In den anschließenden Playoffs mussten sich die Mannen von “Frenkie” Ignjatovic dann dem späteren Meister Gießen geschlagen geben.

Trotz der erfolgreichen Jahres wurde der Kader komplett umgebaut. So kehrte keiner der sieben US-Amerikaner, die im Laufe der Saison 2014/2015 im Kader standen, nach Heidelberg zurück. Mit dem BBL-erfahrenen Tommy Mason-Griffin hofften die Heidelberger, einen echten Steal gelandet zu haben und ließen mit der Verpflichtung des ehemaligen Leistungsträgers aus Ulm aufhorchen. Jedoch sollte sich die Verpflichtung zu einem Flop entwickeln. Trotz gültigen Vertrags und geleisteter Vorauszahlungen informierte Mason-Griffin die Verantwortlichen am Neckar kurz vor Saisonbeginn, dass er doch nicht für die Academics auflaufen werde, und weiterhin in den USA bleiben wolle.

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Boris Kaminski (hier mit Schiedsrichterin Kerstin Kammann) will nach dem ersten Viertel führen

Als Ersatz lotste Headcoach Ignjatovic mit Bryan Smithson einen ligaerfahrenen Aufbauspieler von seinem ehemaligen Team aus Kirchheim an den Neckar. Mit bislang 13,3 Punkten und 4 Assists im Schnitt kann Smithson getrost als verlängerter Arm seines Trainers bezeichnet werden.

Um die noch etwas stockende Offense des Teams weiter anzukurbeln holten die Heidelberger nach Saisonbeginn mit Shooting Guard Shyron Ely einen alten Bekannten zurück in den heimischen Olympiastützpunkt. Bereits 2013 bis 2014 lief Ely für Heidelberg auf und wurde mit 20,3 Punkten pro Spiel einer der Topscorer der Liga. Nach einem Jahr bei Le Mans Sarthe Basket in Frankreich holten die Macher der Academics Ely zurück. Mit den Rookies T.J.Sapp, Trent Wiedemann und Aaron Thomas stehen zudem noch drei weitere US-Amerikaner im Kader der MLP Academics.

Bekanntester deutscher Name dürfte ohne Frage der des ehemaligen Nationalspielers Johannes Lischka sein, der es bislang auf 19 Spiele in der A-Nationalmannschaft brachte. Der ehemalige BBL Allstar fand nach einer Gehirnoperation aufgrund eines diagnostizierten Tumors nur schwer wieder zurück zu alter Form und verbrachte die vergangene Saison bei den Gießen 46ers, für die er jedoch lediglich auf neun Einsätze kam.

Ebenfalls BBL-erfahren ist Rückkehrer Kristian Kuhn. Der 2,08 Meter große Center kehrte nach einem persönlich enttäuschenden Jahr beim Mitteldeutschen BC nach Heidelberg zurück, wo er bereits von 2012 bis 2013 unter Vertrag stand. Auch er kann mit bislang 8,7 Punkten und 6,3 Rebounds pro Partie als echte Verstärkung bezeichnet werden. Generell scheint die sportliche Mischung am Neckar wieder zu stimmen und mit zwei knappen Siegen gegen Essen und Hamburg und einer Niederlage gegen Gotha kann der Saisonstart bislang als gelungen bezeichnet werden.

“Wir müssen es in Heidelberg schaffen, von Beginn an mit der notwendigen Intensität zu verteidigen, um einerseits auch mal früh im Spiel zu einfachen Punkten zu kommen und andererseits Selbstbewußtsein für den Angriff zu tanken.”, beschreibt Dragons Headcoach Boris Kaminski einen Schlüssel zum Erfolg. “Vieles wird uns leichter von der Hand gehen, wenn wir auch mal nach dem ersten Viertel führen. Das ist unser erstes, für den Spielverlauf in Heidelberg enorm wichtiges Ziel.

Tip-Off der Partie ist am Sonntag um 17 Uhr in der Halle des Olympiastützpunktes Rhein-Neckar.

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