Siebengebirge/Rhein-Sieg-Kreis – Am vergangenen Mittwoch konnte im Rhein-Sieg-Kreis erstmals ein Bevölkerungsschutzzentrum erfolgreich zertifiziert werden. Die Bewertung wurde vom Krisenmanagement, dem Beauftragten für den Katastrophenschutz sowie dem Auditor des DRK-Kreisverbands Rhein-Sieg vorgenommen.
Das DRK Siebengebirge hatte im Vorfeld auf Basis definierter Schutzziele umfassende Konzepte entwickelt – unter anderem für die Bereiche Wärmeerhalt, Hitzeschutz, medizinische Erstversorgung, Autarkie und Durchhaltefähigkeit, Koordination von Spontanhilfe, Unterstützung zur Selbsthilfe sowie betreuungsdienstliche Leistungen.
Mit der neuen Zertifizierung verfolgt das DRK das Ziel, nach und nach alle DRK-Standorte im Rhein-Sieg-Kreis nach einheitlichen Kriterien zu befähigen, um die Bevölkerung in Krisen- und Katastrophenlagen bestmöglich zu unterstützen. Gleichzeitig sollen die jeweiligen Schutzziele an die örtlichen Gegebenheiten angepasst werden.
Auditor Anton Seckler hob während des Zertifizierungsverfahrens hervor, wie viel fachliche Arbeit und Engagement in den lokalen Konzepten stecken. Carsten Felder und Matthias Puls überzeugten sich vor Ort beim Aufbau einzelner Konzeptbausteine von der Leistungsfähigkeit der Strukturen sowie vom Fachwissen der Helferinnen und Helfer.
Im Anschluss überreichte Krisenmanager Frank Malotki das Zertifikat an Uwe Westhoven, der sich bei allen Einsatzkräften für ihren Einsatz bedankte. Er betonte, dass das Auditorenteam von der Qualität der lokalen Planungen ausdrücklich überzeugt war und lediglich an einzelnen Stellen geringfügige Optimierungspotenziale festgestellt habe.
Für das kommende Jahr planen weitere DRK-Standorte im Rhein-Sieg-Kreis, sich dem Zertifizierungsprozess zu stellen. „Unser Ziel ist es, in den kommenden Jahren alle DRK-Standorte nach klar definierten Kriterien und auf Grundlage der jeweiligen örtlichen Anforderungen so zu befähigen, dass wir der Bevölkerung in Krisen- und Katastrophenlagen zuverlässig zur Seite stehen können“, erklärte Matthias Puls, Beauftragter für den Katastrophenschutz.
Jens Koelzer/DRK Siebengebirge











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